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«Rasen-König» Federer verteidigt TitelDPA-Datum: 2004-07-04 19:08:53

London (dpa) - Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks hat «Rasen-König» Roger Federer seinen Titel verteidigt und Tennis-Beauty Maria Scharapowa zum Tanz der Wimbledonsieger aufgefordert.

London (dpa) - Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks hat «Rasen-König» Roger Federer seinen Titel verteidigt und Tennis-Beauty Maria Scharapowa zum Tanz der Wimbledonsieger aufgefordert.

Im Zitterspiel der Topgesetzten gegen den Amerikaner Andy Roddick feierte der verschnupfte Schweizer einen 4:6, 7:5, 7:6 (7:3), 6:4-Erfolg und festigte mit seinen 24. Rasen-Sieg in Serie seine Dominanz.

In 2:30 Stunden hielt Federer den hochkonzentriert und mit der brachialen Gewalt des Aufschlag-Weltrekordlers zu Werke gehenden Roddick mit letzter Kraft und großer Mühe auf Distanz. «Ich habe mich erkältet. Aber das darf in einem Wimbledon-Finale keine Rolle spielen», sagte der Champion. Für die erste Titelverteidigung seit Pete Sampras im Jahre 2000 kassierte er ein Preisgeld von 900 000 Euro. Der wie im Halbfinale 2003 und nun in sechs von sieben Vergleichen unterlegene Roddick bekam die Hälfte, die ihn am US-Nationalfeiertag aber nicht über die verpasste Sensation hinweg trösten konnte.

Es kam fast einem Wunder gleich, dass die Endspiele im verregnetsten Wimbledon seit Menschengedenken pünktlich beginnen und ohne größere Unterbrechungen zu Ende gespielt werden konnten. Als die Finalisten erstmals vom einsetzenden Regen gestoppt wurden, durfte Federer glücklicher darüber gewesen sein. Gerade hatte er seinen Aufschlag verloren und war bei dem Versuch eines Rebreaks trotz vier großer Chancen gescheitert. Doch auch nach der Zwangspause bei 2:3-Rückstand lief es beim Titelverteidiger nicht rund.

So leicht es der schon mit dem siebenmaligen Champion Pete Sampras auf eine Stufe gestellte Top-Favorit in der mit 6:2, 6:3, 7:6 (8:6) gewonnen Halbfinal-Hängepartie gegen Mayer-Bezwinger Sebastien Grosjean aus Frankreich hatte, so knifflig gestaltete sich die finale Aufgabe gegen Roddick. Der Amerikaner wirkte sogar frischer, obwohl er beim 6:4, 4:6, 7:5, 7:5 gegen den Kroaten Mario Ancic ungleich länger und härter hatte kämpfen müssen. «Aber wenn man im Finale steht, spielt das keine Rolle», meinte der 21-Jährige.

Der US-Open-Sieger, der bis auf die jetzt zwei Pleiten gegen Federer eine ähnlich beeindruckende Rasen-Bilanz (21:2) aufzubieten hat, machte weiterhin gefährlich Druck. Doch die Dominanz des Weltranglisten-Ersten konnte er nicht brechen. Für Federer war es nach den Australian Open der zwei Grand-Slam-Sieg des Jahres und der dritte insgesamt. So viel Glück benötigte er freilich noch nie.

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