Rasterfahndung läuft
Terror-Ermittler erhalten 2000 Hinweise

Bei der deutschen Polizei sind bisher mehr als 2000 Hinweise zu den Drahtziehern der Terrorangriffe in den USA eingegangen. "Die Hinweise kommen aus dem ganzen Bundesgebiet", sagte Frauke-Katrin Scheuten, die Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe.

ap HAMBURG. In Hamburg läuft unterdessen die Rasterfahndung nach weiteren möglichen Terroristen in der islamistischen Szene auf vollen Touren, wie Behördensprecher Christof Holstein mitteilte.

Die Meldebehörden der Stadt liefern der Polizei Daten, mit denen sie weiter nach Verdächtigen suchen können. Die Fahnder erstellen ein Raster, durch das dann zurzeit die Daten der in Hamburg gemeldeten Bürger gefiltert werden, um Verdächtige herauszufischen. Wann Ergebnisse vorliegen werden, sagte Holstein nicht. Laut Bundesanwaltschaft werden auch die direkten Ermittlungen im Zusammenhang mit den drei mutmaßlichen Attentätern aus Hamburg fortgesetzt.

Nicht bestätigt sind bisher Presseberichte, wonach der als mutmaßlicher Terrorist gesuchte Hamburger TU-Student Said Bahaji bei der Bundeswehr im Umgang mit Waffen ausgebildet worden ist. Der 26 Jahre alte Mann ist deutscher Staatsbürger und leistete nach den Berichten in mehreren Zeitungen im Jahr 1999 mehrere Monate Wehrdienst, ehe er wegen Gesundheitsproblemen entlassen worden sei.

Bahajis Name war nach Medienberichten auf einer Liste des FBI aufgetaucht, auf der Personen benannt waren, die Kontakt zu den mutmaßlichen Terroristen Mohamed Atta, Marwan Al Shehhi und Ziad Jaharri gehabt haben sollen. Alle drei hatten ebenfalls in Hamburg gelebt und studiert; sie saßen bei den Anschlägen in den gekaperten Flugzeugen. Der Verdacht gegen Bahaji wird bisher nicht von den Behörden bestätigt.

Unterdessen teilte die Universität Greifwald mit, dass gegen einen in Presseberichten erwähnten Studenten der Hochschule kein Verdacht vorliege.

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