"Rat der kollektiven Sicherheit" tagte in Minsk
Russland will im Krisenfall Einheiten in verbündete Staaten senden

dpa MINSK. Russland will nach dem militärischen Eingreifen in der Teilrepublik Tschetschenien Spezialeinheiten im Krisenfall auch in benachbarte ehemalige Sowjetrepubliken entsenden. Die russische Staatsführung verwies bei einem verteidigungspolitischen Gipfeltreffen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk am Mittwoch auf Konflikte in den asiatischen Republiken Tadschikistan und Kirgisien und bot umfassende Hilfe an.

Dem in Minsk tagenden Rat der kollektiven Sicherheit gehören die früheren Sowjetrepubliken Russland, Weißrussland, Armenien, Kirgisien und Tadschikistan an. "Wir haben einen Mechanismus erarbeitet, mit dem wir auf die Veränderungen in unseren Staaten reagieren können", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Minsk nach Treffen mit seinen vier Amtskollegen.

Nach Ansicht Russlands unterstützt die afghanische Taliban-Führung neben Widerstandskämpfern in Tschetschenien auch militante Gruppierungen in den mittelasiatischen Republiken Tadschikistan und Kirgisien. Jene Verbündete Russlands hätten nicht ausreichend militärische Macht, um ihre Probleme selbst zu lösen, sagte der Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Sergej Iwanow, in Minsk

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