Rating-Agenturen verweisen auf stabile Briefpost-Einnahmen
Gute Noten für Deutsche Post

Internationale Rating-Agenturen geben der Deutschen Post AG gute Noten für ihre Kreditwürdigkeit. Vor allem aufgrund des Briefmonopols seien dem Unternehmen noch über Jahre stabile Erträge garantiert.

vwd DÜSSELDORF. In Ersteinstufungen erhielt der Bonner Dax-Konzern positive Wertungen von Standard & Poor's, Moody's und Fitch. Dies gilt für die langfristigen Verbindlichkeiten sowie hinsichtlich der kurzfristigen Bonität. Finanzvorstand Edgar Ernst erklärte, die "herausragenden" Ratings spiegelten aus Sicht der Gläubiger und der Aktionäre die "wirkungsvolle Kombination aus Finanzkraft und internationalen Wachstumschancen" des Unternehmens wider.

Standard & Poor's bedachte die Post für lang laufende Titel mit "A+" und für Kurzfristverbindlichkeiten mit "A-1". Bei Moody's heißt die Einstufung "Aa3" bzw "P-1". Das langfristige Rating von Fitch lautet auf "AA-", das kurzfristige auf "F1".

Der Ausblick ist in allen Fällen stabil. Zur Begründung verweisen die Institute vor allem auf das Briefgeschäft der Post, das dank der noch Jahre gegebenen Monopolstellung für stabile Erträge sorge. Daneben wird die führende Stellung im weltweiten Logistik- und Expressgeschäft hervorgehoben. Angetan sind die Agenturen außerdem von der geringen Verschuldung und dem hohen Cash-Flow des Konzerns.

Moody's sieht aber auch Risiken im Nichtbrief-Bereich vor allem im defizitären US-Geschäft des Luftexpressdienstes DHL. Beim Brief müsse die Post angesichts der bevorstehenden weiteren Marktöffnung in der Europäischen Union die Effizienz verbessern, um keine Marktanteile zu verlieren, meinen die Analysten der Agentur. Fitch erklärte hingegen, dass die Liberalisierung der Post auf dem deutschen Heimatmarkt nicht zum Schaden gereichen muss.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen aus einem 2,1 Prozent höheren Umsatz von 33,4 Mrd. Euro ein um 7,3 Prozent höheres Betriebsergebnis von 2,5 Mrd. Euro gezogen. Dieses Jahr stellt sich die Post auf eine niedrigere Rendite beim Brief ein und sieht es als schwierig an, das Ergebnis noch einmal zu übertreffen. An der Börse lag die "Aktie Gelb" trotz der Nachrichten über die Bonität als einer der wenigen Dax-Werte am Nachmittag leicht im Minus - die Notierung gab um 0,13 Prozent auf 15,10 Euro nach.

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