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Ratlosigkeit lässt Märkte richtungslos schwanken

Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen haben für einen freundlichen Auftakt an der Wall Street gesorgt. Doch die gute Stimmung hielt nicht lange an. Der Dow legt nur leicht zu, die Nasdaq pendelt um den Vortagesschlussstand.

Die für den Monat Juli gemeldeten Einzelhandelsumsätze sind besser als erwartet ausgefallen. Statt eines allgemein erwarteten Rückgangs um 0,2 Prozent blieben sie gegenüber dem Vormonat stabil.

Mit Home Depot und Wal-Mart haben zwei Einzelhandelsriesen zudem Quartalszahlen vorgelegt, die auf Zustimmung an der Wall Street stoßen. Home Depot konnte die Konsensschätzungen übertreffen und führt die Gewinnerliste im Dow Jones-Index an. Wal-Mart traf die Erwartungen des Marktes. Händler zeigten sich angesichts dieser Daten erfreut. Immerhin halten die Verbraucher ihr Portemonnaie doch nicht so geschlossen, wie dies befürchtet wurde. Home Depot geht sogar von weiterer Expansion aus. Wal-Markt konnte im Lebensmittelbereich gut abschneiden und machte die Rückzahlung an die Steuerzahler für die Ausgabefreude verantwortlich.
"Die Daten sind gut, aber sie reichen nicht aus, um den Grundstock für eine nachhaltige Rallye zu legen", sagte ein Parkett-Händler.

Die Einzelhandelswerte ziehen im breit gefassten S&P 500-Index am stärksten an. Ebenso geht es für Pharma- und Softdrinktitel aufwärts.

Die berühmten zwei Seiten einer Medaille zeigen sich aber auch heute wieder ganz deutlich. Denn über die guten Einzelhandelsdaten können sich die Börsianer nur bedingt freuen. In der nächsten Woche tagt die US-Notenbank, von der sich die Anleger die siebte Leitzinssenkung in diesem Jahr erhoffen. Notenbankchef Alan Greenspan könnte nun einen Grund weniger haben, die Konjunktur mit einem solchen Schritt anzukurbeln. Auch Finanzwerte, die im Allgemeinen von einer Zinssenkung profitieren, ragen nicht gerade positiv aus dem Aktiengeschehen heraus. Desweiteren verbilligen sich Papiere aus den Branchen Automobile und Software überdurchschnittlich. Microsoft verliert deutlich. Allerdings kann Oracle an der Nasdaq am stärksten zulegen.

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