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Rauball erwartet „gnadenlosen Kampf“

Der neue Clubchef Reinhard Rauball hat dem finanziell und sportlich angeschlagenen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund eine schwierige Rückrunde vorausgesagt.

dpa DÜSSELDORF. Der neue Clubchef Reinhard Rauball hat dem finanziell und sportlich angeschlagenen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund eine schwierige Rückrunde vorausgesagt.

"Auf uns wartet ein gnadenloser Kampf gegen Mannschaften, die auch nicht absteigen wollen", sagte der BVB-Präsident in einem Interview mit dem Fachmagazin "kicker". Eine Diskussion über eine Ablösung von Coach Bert van Marwijk hält der Dortmunder Jurist für überflüssig. "Trotz des enttäuschenden Platzes hat der Trainer den ungewollten Neuanfang ordentlich bewältigt. Man verkennt, dass van Marwijk eine große Stärke zeigt, indem er bereit ist, mit andern zu diskutieren", sagte Rauball.

Nicht ausgeschlossen hat der BVB-Clubchef, dass die Mannschaft zur Rückrunden noch einmal verstärkt wird. "Die Chancen liegen bei unter 20 Prozent. Das Problem ist, dass ich den in Frage kommenden Spielern sagen muss, dass ihre Zeit in Dortmund notfalls sehr begrenzt ist - für die Rückrunde", meinte Rauball. "Die Zeiten, in denen wir jeden zu uns rufen konnten, den wir haben wollten, sind vorbei. Wir werden versuchen, mit weitaus bescheideneren Mitteln als bisher eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen zu können".

Personal muss der Club, der sich in Michael Zorc, Stefan Reuter und Michael Meier drei Manager leistet, wohl auch in der Führungsetage einsparen. Rauball bezeichnete diese Personalpolitik als "Luxus". "Dieser Zustand muss in den nächsten Wochen sicherlich kritisch hinterfragt werden", forderte Borussias Chef.

Priorität hat für Rauball zunächst der geplante Rückkauf des Westfalenstadions. "Das ist für uns der gangbarste Weg, um in ein einigermaßen ruhiges Fahrwasser übergehen zu können. Je früher es passiert, desto besser", meint der Präsident, der im Falle eines Stadionrückkaufs keine Lizenzprobleme auf den BVB zukommen sieht. "Wenn dieses Schwerpunktthema gelöst würde, würde die verpfändete Summe von 52 Mill. Euro frei werden, was für die Lizenzerteilung ein sehr wichtiger Faktor wäre."

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