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Rauch im Flugzeug: 30 Verletzte in Köln Bonn

Alarm im Ferienflieger: Durch beißenden Rauch in einem Flugzeug und die Flucht über Notrutschen sind auf dem Flughafen Köln/Bonn 30 Menschen verletzt worden.

dpa KÖLN/FRANKFURT/MAIN. Alarm im Ferienflieger: Durch beißenden Rauch in einem Flugzeug und die Flucht über Notrutschen sind auf dem Flughafen Köln/Bonn 30 Menschen verletzt worden.

Kurz vor dem Start nach Mallorca hatte der Pilot Alarm ausgelöst und die Maschine der spanischen Gesellschaft Spanair mit 174 Insassen räumen lassen. Nach Angaben der Feuerwehr war nach einem Hydraulikschaden Öl auf ein heißes Stromgerät getropft und verraucht. 24 Passagiere hätten leichte Verletzungen durch Rauch sowie Hautabschürfungen durch die Evakuierung erlitten, sagte die Flughafensprecherin. Sechs Crewmitglieder seien zur vorsorglichen Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden.

Der Pilot stoppte auf dem Weg zur Startbahn. Eine ernste Gefahr für die Insassen bestand nach Angaben der Feuerwehr nicht. Während des Fluges wäre nichts passiert, sagte Einsatzleiter Reinhard Schiebler, da sich das betroffene Gerät zur Stromgewinnung am Boden nach dem Start abschaltet. Das Flugzeug hat nach Flughafenangaben entgegen erster Angaben nicht gebrannt. Es habe kein sichtbares Feuer gegeben und der Rauch sei im hinteren Bereich der Kabine entstanden, sagte eine Sprecherin von Spanair. Das Flugzeug des Typs Mc Donnell Douglas 83 sollte am Morgen vom Köln Bonn Airport nach Palma de Mallorca fliegen.

Die Passagiere waren über Notrutschen ins Freie und in Sicherheit gelangt. "Dabei kam es zu Schürfwunden, bei manchen kam es auch zu einer Kreislaufschwäche wegen Stress", sagte Schiebler. Die Passagiere wurden nach dem Vorfall abgeschirmt und von Helfern sowie psychologisch geschulten Mitarbeiten betreut. Spanair wollte eine Ersatzmaschine zur Verfügung stellen und die Passagiere nach Palma de Mallorca bringen.

Die Feuerwehr war nach dem Alarm in weniger als zwei Minuten am Einsatzort und half bei der Evakuierung. Die Maschine wurde vom Rollfeld geschleppt und sollte vom Luftfahrtbundesamt untersucht werden.

Die spanische Fluglinie gehört zur SAS-Gruppe und gilt als sichere Fluglinie. Das 1986 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Palma de Mallorca und verfügt nach eigenen Angaben über 52 Flugzeuge, mit denen 2001 mehr als acht Mill. Passagiere vor allem in Europa befördert wurden. Täglich gibt es knapp 350 Linien- und Charterflüge.

Nach einem technischen Notfall am Fahrwerk musste ein Flugzeug der Lufthansa am Freitag auf seinen Startflughafen Frankfurt/Main zurückkehren. Die außerplanmäßige Landung eine gute Stunde nach dem Abflug in Richtung Tunesien verlief nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport ohne Zwischenfälle. Bei dem Airbus A 320 sei das Bug-Fahrwerk nicht mehr steuerbar gewesen, so dass die Maschine von der Rollbahn geschleppt werden musste. Die LH 4110 sollte mit 99 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern nach Tunis fliegen. Der Pilot habe nach der Warnanzeige im Cockpit kein Risiko eingehen dürfen, sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow.

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