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Raucherprozess soll neu aufgerollt werden

Der Zigarettenhersteller Philip Morris will den Prozess gegen den Langzeitraucher Richard Boeken wieder aufrollen. Wie der US-Tabakkonzern am Montag bekannt gab, sind im Verlauf des Verfahrens Informationen über Straftaten des Prozessgegners nicht in ausreichendem Ausmaß berücksichtigt worden. Im vergangenen Monat hatte ein Superior Court Richard Boeken drei Milliarden Dollar an Schadensersatz zugesprochen.

vwd NEW YORK. Dieser hatte geltend gemacht, er sei das Opfer einer Industriekampagne, die ihm versichert habe, Rauchen sei "cool". Über gesundheitliche Schäden dagegen, die durch Rauchen entstehen, sei nicht ausreichend informiert worden. Während des Verfahrens hatten Anwälte von Philip Morris versucht, der Jury Informationen über vergangene Straftaten von Richard Boeken zu präsentieren. So war er angeblich in betrügerische Öl- und Gasgeschäfte verwickelt. Der Anwalt des Klägers hatte geltend gemacht, diese Straftaten seien für die Bewertung des verhandelten Sachverhaltes unmaßgeblich.

In ihrem Antrag auf die Wiederaufnahme des Verfahrens macht Philip Morris darüber hinaus geltend, der Urteilsspruch derJury und insbesondere die Höhe der festgesetzten Schadensersatzzahlung seien durch "Leidenschaft und Vorurteile" gegen den Konzern geprägt gewesen. Das Gericht hat für den sechsten August eine Anhörung anberaumt.

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