Raymond Verheijen
Der sanfte Schleifer des russischen Teams

Fitnesscoach Raymond Verheijen hat die russische Mannschaft zur schnellsten und ausdauerndsten dieser Euro getrimmt. Der 37-Jährige also soll das Geheimnis des russischen Angriffsfußballs sein.

MOSKAU/WIEN. Richtig hinhören mochte eigentlich niemand mehr, als Otto Rehhagel nach dem Ausscheiden der Griechen die Presse mit seinen eloquenten Ausreden überhäufte. Gelohnt hätte es sich aber. Denn mit einem Satz erwies sich der Antivisionär ein letztes Mal als Prophet. "Die Russen sind alles hervorragende Sprinter und Athleten. Gegen die wird sich noch so Mancher wundern."

Verwundert rieben sich zunächst die Schweden die Augen, die wohl auch mit einem 0:5 im letzten Spiel der Gruppe D noch gut bedient gewesen wären und den Russen in den letzten zwanzig Minuten nur noch als gelb-blaue Slalomstangen dienten. Und am vergangenen Samstag führte die "Sbornaja" im Viertelfinale auch die zuvor hochgelobten Holländer vor als wären sie Freizeitkicker.

Die versammelte Expertenschar fragte sich hernach, was deren Trainer Guus Hiddink nur anders mache als die Kollegen, deren Beste just dann stehen bleiben, wenn seine Mannschaft den Turbo zündet - wie in der Verlängerung gegen die Niederlande.

Eine Antwort gab ihnen Anfang der Woche Igor Rabiner von der russischen Tageszeitung "Sport Ekspress": "Wir bedanken uns vor allem bei Raymond Verheijen. Er ist einer der Hauptschöpfer des russisch-holländischen Wunders."

Raymond Verheijen also soll das Geheimnis des russischen Angriffsfußballs sein. Der 37-Jährige ist klein, und mit seinen jungenhaften Gesichtszügen fällt er in Hiddinks Stab von Assistenten nicht weiter auf. Für den Bereich "Fitness und Kondition" ist der Mann verantwortlich, der Bewegungswissenschaften studiert und sich dabei vor allem auf die belastungsphysiologischen Aspekte des Fußballsports spezialisiert hat.

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