Razzia von Soldaten unterstützt
UN-Polizei zerschlägt Menschenhändlerring im Kosovo

afp KOSOVO POLJE. UN-Polizisten und KFOR-Soldaten haben im Kosovo einen Ring von Drogen- und Menschenhändlern zerschlagen. Unterstützt von 500 Soldaten durchsuchte die Polizei in der Nacht zum Freitag 17 Bordelle und Bars in der Stadt Kosovo Polje. Dabei wurden nach Polizeiangaben drei Verdächtige festgenommen und sechs Frauen befreit, die von den Zuhältern offenbar zur Prostitution gezwungen worden waren. Zwei Pistolen und mehrere Behälter mit Drogen wurden sichergestellt. Die Frauen seien von den Verdächtigen praktisch als Sex-Sklavinnen gehalten worden, sagte ein Polizeisprecher. Zu dem Verbrecherring gehörten den Ermittlungen zufolge sowohl serbische als auch albanische Banden, die um des Profits willen offenbar ihren ethnischen Konflikt beiseite geschoben hatten.

Das Kosovo hat sich in jüngster Zeit zu einem Schwerpunkt des organisierten Verbrechens entwickelt. Die UN-Polizei in der südserbischen Provinz hatte im vergangenen Monat eine Spezialeinheit zum Kampf gegen den Frauenhandel gebildet. Dabei geht es um junge Frauen, die in Moldawien, der Ukraine und anderen früheren Sowjetrepubliken entführt oder mit falschen Versprechungen in die Hände von Zuhältern gelockt und dann von Bordell zu Bordell weiterverkauft werden.

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