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Razzien bei Daimler-Chrysler - LKW-Geschäfte mit Iran

Bei zwei Razzien wegen möglicher illegaler Lastwagen-Geschäfte mit Iran haben Ermittler Büroräume des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler-Chrysler durchsucht. Einen entsprechenden „Focus“-Bericht bestätigten sowohl eine Sprecherin des Unternehmens als auch der Staatsanwaltschaft.

dpa STUTTGART. Bei zwei Razzien wegen möglicher illegaler Lastwagen-Geschäfte mit Iran haben Ermittler Büroräume des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler-Chrysler durchsucht. Einen entsprechenden "Focus"-Bericht bestätigten sowohl eine Sprecherin des Unternehmens als auch der Staatsanwaltschaft.

Laut Stuttgarter Staatsanwaltschaft wird gegen "nicht näher bekannte Verantwortliche des Konzerns" wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz ermittelt. "Wir wollen die Grundfrage klären, ob und inwieweit die Weiterlieferung von LKW in den Iran mit Kenntnis Verantwortlicher geschehen ist", erläuterte die Sprecherin. Ursprünglich sei die Lieferung für Saudi-Arabien gedacht gewesen. Die Ermittler seien durch den Zoll auf die Spur gebracht worden.

Zuvor hatte der Konzern nach eigenen Angaben den verdächtigen Sachverhalt der Oberfinanzdirektion Stuttgart und dem Bundesausfuhramt offen gelegt. Die Razzien hätten Ende November stattgefunden. Laut Staatsanwaltschaft zeigte sich der Konzern bei den Durchsuchungen in der Stuttgarter Zentrale sowie im Lastwagenwerk im pfälzischen Wörth "sehr kooperativ".

Dem Münchner Magazin zufolge handelt es sich um 453 Lastwagen, die illegalerweise in den Iran gelangt sein könnten. Dort könnten die Fahrzeuge nach Ansicht von Militärexperten für kriegerische Zwecke umgerüstet werden.

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