Archiv
RBS-Chef: Bank an Übernahme in den USA interessiert

Die Royal Bank of Scotland (RBS) ist nicht an einer Übernahme in Deutschland interessiert, schließt aber einen Zukauf in den Vereinigten Staaten nicht aus.

dpa-afx BERLIN. Die Royal Bank of Scotland (RBS) ist nicht an einer Übernahme in Deutschland interessiert, schließt aber einen Zukauf in den Vereinigten Staaten nicht aus. Grundsätzlich sei etwas nicht deswegen preiswert, weil es billig ist, sagte Konzernchef Fred Goodwin im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt". "Fakt ist, dass die englischen Banken auf Grund ihrer Größe und ihrer Effizienz erheblich höhere Gewinne erzielen könnten als deutsche Häuser", sagte Goodwin. Letztendlich verzichte die deutsche Wirtschaft dadurch auf große Kostenvorteile.

In den USA seien größere Zukäufe hingegen interessant. "Denn dort haben wir bereits eine funktionsfähige Plattform, geschaffen, auf der wir andere Banken integrieren können", sagte Goodwin. Im Frühjahr erst hatten die Briten in den USA Charter One für über zehn Mrd. Dollar gekauft.

Eine europäische Fusion unter Gleichen wollte Goodwin nicht ausschließen, äußerte sich aber Skepsis. Die Entscheidungsprozesse würden zu langsam vorangehen, weil zu viele Parteien involviert seien. Grenzüberschreitende europäische Transaktionen wie jüngst die Übernahme von Abbey National durch die spanische Santander Central Hispano (SCH) Santander machten ihn nicht nervös, sagte Goodwin: "Ich glaube, dass große, grenzüberschreitende Zusammenschlüsse noch einige Jahre lang die Ausnahme bleiben werden." Die Effekte auf der Kostenseite seien zu gering. "Deshalb halte ich kleinere Übernahmen und oranisches Wachstum für die beste Strategie."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%