Reaktion auf Äußerungen Bushs
USA und Frankreich sind uneins in der Irak-Frage

Wenn Irak den Besitz von Massenvernichtungswaffen in einer bis zum 8. Dezember verlangten Erklärung abstreitet, ist das für Frankreich noch kein Grund für Militäraktionen.

Reuters PRAG. Dies stellte ein Mitglied der französischen Regierungsdelegation am Donnerstag während des NATO-Gipfel in Prag klar.

Der französische Vertreter reagierte damit auf Äußerungen von US-Präsident George W. Bush. Dieser hatte am Vortag gesagt, wenn Irak in der vom Uno-Sicherheitsrat geforderten Erklärung den Besitz von atomaren, biologischen und chemischen Waffen bestreitet, würde dies schwerste Konsequenzen nach sich ziehen.

"Das ist seine (Bushs) eigene Interpretation, die wir nicht teilen", sagte der französische Vertreter zu Journalisten. "Wir haben niemals gesagt, dass es Beweise für Massenvernichtungswaffen in Irak gibt, wir sagen, es gibt Hinweise darauf."

Irak muss bis zum 8. Dezember darlegen, ob es Massenvernichtungswaffen besitzt oder nicht. Sollte es den Besitz dieser Waffen abstreiten und die Inspektoren danach etwas finden, wäre dies eine schwere Verletzung der Resolution, sagte der französische Vertreter.

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