Reaktion auf Airbus
Boeing will bald Startschuss für Super-Jumbo geben

In den nächsten neun Monaten starten die Entwickler mit der Arbeit an dem Modell 747X.

Reuters SEATTLE. Der US-Flugzeugbauer Boeing will die Entwicklung seines vergrößerten Jumbo-Jet mit der Bezeichnung Boeing 747X innerhalb der nächsten neun Monate starten. Das Projekt werde etwa vier Mrd. $ kosten, sagte Boeing-Chef Phil Condit am Donnerstagabend in Seattle. Der Bau von des 747X könnte allein aus dem Cash Flow finanziert werden, hieß es. Das Flugzeug 747X werde eine Weiterentwicklung des aktuellen Typs 747 "Jumbo Jet" sein. Wegen der geringeren Entwicklungskosten seien zwei Varianten möglich. Mit der 747X reagiert Boeing auf die Entscheidung des europäischen Herstellers Airbus, das zweistöckige Großraumflugzeug A3XX mit mehr als 500 Sitzplätzen auf den Markt zu bringen.

Von der 747X solle es eine Version mit einer größeren Reichweite und nur unwesentlich mehr Sitzplätzen als die derzeit gebaute 747-400 mit 420 Sitzplätzen geben, sagte Condit weiter. Die zweite Variante habe dagegen Platz für 500 Passagiere, verfüge aber nicht über eine höhere Reichweite als das bisherige Modell. Die geplante Maschine sei somit rund 20 % größer als das aktuelle Boeing-Modell 747, aber dennoch rund zehn Prozent kleiner als das Konkurrenzflugzeug A3XX der europäischen Airbus [ARBU.UL].

Wie viele Bestellungen nötig seien, um für die 747X den endgültigen Startschuss zu geben, wollte Condit nicht sagen. Je nach Fluggesellschaft belaufe sich die Anzahl auf zehn bis 30 Stück. Da die Weiterentwicklung eines bereits bestehenden Flugzeugtyps preiswerter sei als die Entwicklung einer völlig neuen Maschine, seien weniger Aufträge nötig, um die Produktion zu rechtfertigen. Die Entwicklung des Airbus A3XX soll nach Airbus-Angaben rund 12 Mrd. Euro kosten.

Der Finanzchef von Boeing, Michael Sears, teilte mit, Boeing wolle einen jährlichen Ergebniszuwachs um 15 % erzielen. Dies bedeute auch ein Engagement in neuen Geschäftsfeldern. Auch Akquisitionen seien Teil der Strategie, sagte Condit. Größere Übernahmen seien jedoch nicht geplant.

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