Reaktion auf den wachsenden Konsolidierungsdruck im deutschen Bankgewerbe
Weg frei für neue Eurohypo

Die Anteilseigner der Commerzbank-Hypothekentochter Rheinhyp haben auf ihrer Hauptversammlung am Freitag erwartungsgemäß mit breiter Mehrheit der geplanten Fusion der Rheinhyp mit den Hypothekentöchtern der Deutschen Bank und der Dresdner Bank zugestimmt.

rtr FRANKFURT. "Der entsprechende Tagesordnungspunkt hat mehr als 99 prozentige Zustimmung gefunden", sagte ein Rheinhyp-Sprecherin. Die drei Frankfurter Großbanken hatten vor rund einem Jahr bekannt gegeben, ihre Hypothekentöchter fusionieren zu wollen. Dabei sollen die Rheinhyp und die zur Deutschen Bank gehörende Eurohypo auf die Dresdner-Tochter Deutsche Hyp verschmolzen werden, die über eine Gemischtbanklizenz verfügt.

Der Verschmelzungsvertrag ist früheren Angaben zufolge bereits unterzeichnet. Die neue Bank soll unter dem Namen Eurohypo firmieren und von Rheinhyp-Vorstand Karsten von Köller geführt werden. Die Eintragung in das Handelsregister ist für August oder September vorgesehen.

Die Zustimmung der Rheinhyp-Aktionäre zu der Fusion hatte als sicher gegolten, da die Bank mehrheitlich zur Commerzbank gehört. Am 17. und 18. Juni entscheiden auch die Aktionäre der alten Eurohypo und der Deutschen Hyp über die Fusion. Auch dort gilt eine Zustimmung als sicher.

Die Verschmelzung der Hypothekenbanken ist nach Einschätzung von Analysten eine Reaktion auf den wachsenden Konsolidierungsdruck im deutschen Bankgewerbe. Die Geldhäuser leiden unter niedrigen Erträgen bei gleichzeitig hohen Kosten. Die an der Eurohypo-Fusion beteiligten Großbanken haben bereits angekündigt, mittelfristig ihre Anteile an dem Spezialinstitut verringern zu wollen. Bis zum Jahr 2004 sei in einem ersten Schritt ein Streubesitz von 25 % der Anteile geplant.

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