Reaktion auf eine Reihe von Anschlägen
Ukrainische Journalisten dürfen Waffen tragen

Zu ihrem eigenen Schutz dürfen Journalisten in der Ukraine offiziellen Angaben zufolge künftig Waffen tragen, mit denen Gummigeschosse abgefeuert werden können. Das ukrainische Innenministerium teilte am Mittwoch mit, dies sei eine Reaktion auf eine Reihe von Anschlägen auf Journalisten. Die Regelung gelte für Journalisten, die über Politik, Verbrechen und Korruption berichteten und damit einer ständigen Bedrohung ausgesetzt seien.

Reuters KIEW. Seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion vor zehn Jahren sind in der Ukraine etwa 18 Journalisten getötet worden. Für Schlagzeilen hatte jüngst die Ermordung des Journalisten Georgij Gongadse gesorgt. Er war im September des vergangenen Jahres verschwunden. Zwei Monate später wurde seine enthauptete Leiche gefunden. Die Opposition hatte dem ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma vorgeworfen, in ein Mordkomplott gegen Gongadse verwickelt zu sein. Es waren Tonbandaufnahmen aufgetaucht, auf denen eine Stimme ähnlich der von Kutschma den Befehl gab, Gongadse verschwinden zu lassen. Kutschma hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Westen hatte in der Vergangenheit immer wieder die Menschenrechtssituation und die mangelnde Pressefreiheit in dem osteuropäischen Land beklagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%