Reaktion auf EU-Vorgaben
Aufspaltung der WestLB ist abgeschlossen

Die neu geschaffene WestLB AG geht an den Start - und muss erst einmal ein Sparprogramm umsetzen.

rtr DÜSSELDORF. Mit der Eintragung der neuen WestLB AG ins Handelsregister ist die Neustrukturierung der Westdeutschen Landesbank Girozentrale abgeschlossen. Mit der Neustrukturierung soll die Bank auf den Wettbewerb nach dem von der EU-Kommission erzwungenen Wegfall der Staatsgarantien im Jahr 2005 vorbereitet werden.

Zunächst steht bei der WestLB AG allerdings die Umsetzung eines Sparprogramms auf der Tagesordnung. Vor der WestLB AG liege noch viel Arbeit, teilte der Vorstandsvorsitzende der WestLB AG, Jürgen Sengera, am Montag mit. In der WestLB AG wird das gesamte Wettbewerbsgeschäft der ehemaligen Westdeutschen Landesbank zusammengefasst. Das öffentliche Auftragsgeschäft wurde hingegen in der Landesbank NRW gebündelt, die Anfang August als Mutter der AG die Arbeit aufgenommen hatte. Mit der Umstrukturierung reagiert die WestLB auf die im Streit mit der EU um die öffentlichen Garantien ausgehandelten Vorgaben. Die EU-Kommission hatte kritisiert, dass diese Staatsgarantien den öffentlich-rechtlichen Banken gegenüber der privaten Konkurrenz ungerechtfertigte Vorteile verschaffe, da sie ihnen durch gute Noten internationaler Ratingagenturen eine günstigere Refinanzierung ermöglichten.

"Um ein langfristig wettbewerbsfähiges Rating sicherzustellen, hat der Vorstand hier klar definierte, ambitionierte Ziele vorgeschrieben", sagte Sengera zum Start seines Hauses. So soll bis 2004 die Eigenkapitalrendite auf 18 % steigen und die Kernkapitalquote auf 6,5 %. Dazu dient auch eine Kapitalerhöhung von 1,25 Mrd. ?, mit der die Eigner den Kurs der WestLB AG stützen wollen. Das Land Nordrhein-Westfalen ist Haupteigner der Landesbank NRW, deren 100-prozentige Tochter die WestLB AG ist.

Die WestLB AG fährt wie andere Banken auch einen Sparkurs, um ihre Rentabilität zu steigern. Bis Ende 2003 soll die Zahl der Beschäftigten um 1500 auf 7100 gesenkt werden. Auch ausländische Standorte stünden auf dem Prüfstand, hieß es. In der ersten Jahreshälfte war der Reingewinn vor Ertragssteuern um rund ein Viertel auf 40,2 Mill. ? geschrumpft.

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