Reaktion auf Futtermittelskandal
Thailand kündigt Antibiotikum-Verbot für Krabbenfarmen an

Thailand, einer der größten Lieferanten gefrorener Krabben weltweit, hat am Donnerstag angekündigt, das Antibiotikum Chloramphenicol (CAP) für Krabbenfarmen zu verbieten. Die Regierung sei äußerst besorgt über Meldungen, dass in Europa Tierfutter mit dem Antibotikum belastet sein könnte, sagte ein Regierungssprecher.

Reuters BANGKOK. Das Kabinett werde in der kommenden Woche ein neues Gesetz verabschieden, das die Verwendung von CAP auch für Krabbenzüchter verbiete und die Einfuhr des Antibotikums erschwere. Verstöße würden hart bestraft werden. Thailand produziert jährlich 300 000 Tonnen Krabben, die es überwiegend nach Nordamerika, Europa und Japan exportiert.

In Deutschland war am Montag bekannt geworden, dass 27,5 Tonnen Krabben aus Asien nicht ordnungsgemäß in den Niederlanden entsorgt worden waren, sondern als Fischabfälle nach Cuxhaven geliefert und dort zu Fischmehl verarbeitet wurden. Das darin enthaltene Antibiotikum CAP kann beim Menschen zu Störungen der Blutbildung führen und ist in der Europäischen Union seit 1994 verboten. Das belastete Fischmehl wurde als Tierfutter von Cuxhaven aus an mindestens 18 Händler in Deutschland, Dänemark, Österreich, Polen und Rumänien geliefert.

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