Reaktion auf Handy-Flaute
Siemens streicht 2000 Stellen

Die Siemens AG reagiert auf den Nachfrageeinbruch bei Mobiltelefonen. Der Münchener Konzern wird im Mobiltelefonbereich rund 2000 befristete Stellen Streichen, bestätigte Siemens-Mobilfunk-Sprecher Axel Heim.

mwb MÜNCHEN. Damit werde ein Großteil der befristeten Arbeitsverträge nicht mehr verlängert. Darüber hinaus gehende Entlassungen seien derzeit nicht geplant. Siemens beschäftigt an den drei Handy-Standorten Kamp-Lintfort, Bocholt und Leipzig 8 000 Mitarbeiter.

Auch andere große Mobilfunkhersteller hatten zuletzt Stellenstreichungen angekündigt. Siemens hatte den Handy-Absatz im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) von 11 auf 24 Mill. Geräte mehr als verdoppelt. Der Konzern übertraf damit das Marktwachstum von 60 % deutlich. Siemens rechnet auf dem Weltmarkt jetzt nur noch mit einer Wachstumsrate von 15 %. Siemens - Chef Heinrich von Pierer hatte im März beim Börsengang in New York nur noch mit einem weltweiten Absatz aller Hersteller von 450 Mill. Handys in 2001 gerechnet. Zuvor waren Experten von 500 Mill. ausgegangen. Siemens ist hinter Nokia Nummer zwei bei Mobiltelefonen in Europa. Die Schwächen auf dem Mobilfunk- und Halbleitermarkt (Infineon) zählen derzeit zu den Hauptproblemen des Konzerns.

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