Reaktion auf hohe Arbeitslosgkeit
China will freie Wahl des Arbeitsortes ermöglichen

In China sollen Arbeiter wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit in spätestens fünf Jahren über den Ort ihrer Beschäftigung frei entscheiden können. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, sollen die bisherigen Beschränkungen aufgehoben werden.

Reuters PEKING. Nach den Plänen der Staatlichen Kommission für Entwicklungsplanung solle die seit Jahrzehnten geltende Regelung aufgehoben werden, nach der Arbeiter nur dort arbeiten könnten, wo sie gemeldet seien. Dies werde der Volksrepublik bei der Entwicklung eines wahren Arbeitsmarktes und den Arbeitslosen bei der Suche einer Beschäftigung helfen, meldete Xinhua. In den ländlichen Regionen des Landes habe die Zahl der überschüssigen Arbeiter bereits die 150-Millionen-Marke überschritten. Prognosen zufolge werde die Zahl jährlich um fünf bis sechs Mill. Menschen steigen.

Der Kommission zufolge würden in den kommenden fünf Jahren mehr als 46 Mill. Menschen auf den städtischen Arbeitsmarkt drängen, hieß es weiter. Nach der von China angestrebten Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) werde die Zahl der Arbeitslosen noch zunehmen, da unrentable Staatsunternehmen Arbeiter entlassen würden und der Wettbewerb zunehmen werde. Die Regierung werde ein System entwickeln, durch das Arbeiter eine Sozialversicherungsnummer für den Bezug staatlicher Leistungen erhalten sollen, meldete Xinhua. China werde versuchen, im privaten Bereich mehr Arbeitsplätze zu schaffen und flexiblere Regelungen der Beschäftigung zu ermöglichen, darunter die Selbstständigkeit. Die Regierung werde auf dem städtischen Arbeitsmarkt jährlich 40 Mill. Stellen schaffen.

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