Reaktion auf Inflationsrate
IG Metall droht mit härterer Gangart bei nächster Tarifrunde

ap STUTTGART. Angesichts des neuen Höchststands der Inflationsrate bei 2,6 % ist in der IG Metall der Ruf nach einer härteren Gangart in der nächsten Tarifrunde laut geworden. "Wir sehen für das nächste Jahr die Konsequenz einer offensiveren Lohnpolitik", sagte der Tarifexperte der IG Metall, Armin Schild. Die Gewerkschaft werde den Bedürfnissen der Beschäftigten, "nach dem mageren Jahr 2001 mehr in die Lohntüte zu bekommen, Rechnung tragen."

Zugleich wies er aber Forderungen nach einem Nachschlag zurück. Tarifpolitik müsse "zwischen Tarifpartnern verlässliche Politik bleiben. Das heißt: keine Nachschlagdiskussion." Die Inflationsrate kletterte im Februar auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Januar 2001 lag der Wert noch bei 2,4 %.

Nach Auffassung des Sprechers der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, Harald Reutter, lässt die Inflationsrate eines Monats noch keine Schlussfolgerungen zu. Die lange Laufzeit von 31 Monaten im öffentlichen Dienst berge, "immer das Risiko, dass sich wirtschaftliche Daten anders entwickeln."

Der Tarifexperte der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft, Christian Zahn, wies den Vorwurf zurück, von den Arbeitgebern "über den Tisch gezogen" worden zu sein. "Wenn wir die Preisentwicklung voraussehen können, würden wir keine Verhandlungen führen."



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