Reaktion auf Produktions-Reduzierung
Goldman Sachs senkt Prognosen für Daimler-Chrysler

Die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs haben ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) der Daimler-Chrysler-Aktie für 2000 von 4,17 Euro auf 3,64 Euro und für 2001 von 3,94 Euro auf 3,70 Euro reduziert.

dpa-afx LONDON. Die Verminderung der Gewinnerwartungen für das Jahr 2000 sei eine Reaktion auf die Produktions-Reduzierung beim Konzernteil Chrysler für das vierte Quartal, schrieben die Experten in einer am Dienstag in London veröffentlichten Studie. Mit einer Reduzierung um 146 000 Einheiten in diesem Quartal sei der Ausstoß bei Chrysler stärker verringert worden, als es zunächst den Anschein gehabt habe. Die Prognose für 2001 ergebe sich aus den gesunkenen Erwartungen für den US-Markt für leichte Kraftfahrzeuge im Jahr 2001.

Die Aktien-Einstufung als "Market Performer" und das Kursziel von 60 Euro behielt Goldman Sachs allerdings bei. Auf kurze Sicht würden aber die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Marktentwicklung und der Aussicht auf eine kurzfristige Bonitätseinstufung die Grundstimmung dominieren. Obwohl die Situation kritsch sei, geht Goldman Sachs davon aus, dass der Gesamt-Erlös von Chrysler in den Jahren 2000/2001 nur geringfügig unter den Kaptialkosten dieses Konzerteils bleibe. Das gebe einen Einblick in das Potenzial des Konzernteils, wenn dieser sich wieder erholt habe, hieß es.

Die angekündigte Produktionsverminderung bei Chrysler könne als positive Entwicklung betrachtet werden, schrieben die Experten. Diese Entscheidung zeige, dass das Daimler-Chrysler-Management sich darum bemühe, den Konzern mit einem übermäßigen Lagerbestand ins neue Jahr zu führen. Der Umfang der Produktionskürzung unterstreiche, dass das Management ernsthaft die Probleme lösen wolle.

Das Jahr 2001 bleibe für Daimler-Chrysler voraussichtlich ein schwieriges Jahr, hieß es. So werde der US-Markt sich schwächer entwickeln, bei Chrysler stehe die Neueinführung von neuen Kernprodukten an und die Verluste bei Mitsubishi würden belasten. Es sei noch zu früh, von einer Bodenbildung bei der Daimler-Chrysler-Aktie zu sprechen. Grund für die Einschätzung sei, dass das Management noch keine Details über weitere Umstrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben habe und die US-Gewerkschaften damit noch keine Möglichkeit zu einer Reaktion auf diese Vorschläge gehabt hätten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%