Reaktion auf S&P-Rating: Post sieht keine Finanzierungslücke

Reaktion auf S&P-Rating
Post sieht keine Finanzierungslücke

Die Deutsche Post hat gelassen auf Überlegungen der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) reagiert, ihre Bonitätsbewertung herabzustufen.

Reuters DÜSSELDORF. "Es gibt keine Finanzierungslücke und kein erhöhtes Risiko", sagte Post-Sprecher Uwe Bensien mit Blick auf die Pensionsverpflichtungen der Post am Freitag in Bonn. "Für uns hat sich nichts geändert", betonte er, "es gibt kein Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko".

"Wir sehen das nicht als dramatisch an", fügte er hinzu. Die Post werde nun in Gespräche mit der Rating-Agentur treten, die ihre bilanzielle Betrachtungsweise der Verpflichtungen gegenüber der Vergangenheit geändert habe. Zudem hätten Analysten die Pensionsverpflichtungen immer in ihre Betrachtungen der Post einbezogen.

S&P hatte zuvor mitgeteilt, wegen Unterdeckung der Pensionsverpflichtungen seien mehrere Unternehmen - neben der Post unter anderem Linde und ThyssenKrupp - auf die Beobachtungsliste mit negativen Vorzeichen gesetzt worden. Dies macht eine bevorstehende Herunterstufung der Bonität wahrscheinlicher.

Mit kräftigen Kursverlusten haben die Aktien der Deutschen Post auf eine mögliche Senkung der Bonitätseinstufung durch die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) reagiert. Auch die Papiere der ebenfalls von einer Senkung bedrohten Unternehmen Thyssen-Krupp und Linde gaben nach.

"Dass die Pensionsverpflichtungen bei den fallenden Aktienmärkten ein Problem sind, war zwar bekannt, wurde am Markt aber tot geschwiegen. Dass S&P das jetzt thematisiert, macht den Anlegern das Ganze wieder bewusst", sagte ein Händler. Ein anderer Händler bestätigte, dass das Problem am Markt durchaus bekannt gewesen sei, jetzt aber wieder stärker in den Vordergrund rücke.

S&P hatte zuvor mitgeteilt, wegen Unterdeckung der Pensionsverpflichtungen seien mehrere europäische Unternehmen auf die Beobachtungsliste mit negativen Vorzeichen gesetzt worden. Dies macht eine mögliche Herunterstufung der Bonität der Firmen wahrscheinlicher. Sollte S&P die Kreditwürdigkeit der Unternehmen tatsächlich senken, würde die Aufnahme von Mitteln für die Firmen am Kapitalmarkt teurer. "Das ist natürlich nie gut", kommentierte ein Händler.

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