Reaktion auf Zinsentscheid
Wall Street gibt Gewinne wieder ab

Die US-Aktien haben nach dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank den größten Teil der anfänglichen Gewinne abgegeben und nur etwas fester geschlossen.

Reuters NEW YORK. Die US-Aktien haben am Mittwoch nach dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank den größten Teil der anfänglichen Gewinne abgegeben und nur etwas fester geschlossen. Dass die US-Notenbank Fed den Leitzinssatz unverändert belassen habe, sei allgemein erwartet worden, sagte ein Analyst. Es sei allerdings ein bisschen enttäuschend, dass die Fed ihre geldpolitische Haltung nicht auf neutral geändert habe, fügte er hinzu.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte, der im Verlauf der Sitzung bis auf 10 799 Punkte gestiegen war, notierte bei Handelschluss 0,25 % im Plus bei 10 707,6 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 schloss 0,5 % fester bei 1389,81 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index stieg 0,87 % auf 3165,45 Punkte. Zuvor war der Index bis auf 3208 Punkte geklettert.

Warnung vor Inflationsgefahren

Kurz vor Handelsaufnahme waren die Oktober-Daten für die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung in den USA bekannt gegeben worden. Die Industrieproduktion ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 % zurück. Es war ein Zuwachs von 0,3 % erwartet worden. Die Kapazitätsauslastung sank binnen Monatsfrist 0,4 %; von Reuters befragte Volkswirte hatten keine Veränderung prognostiziert. Die Indikatoren würden auf eine Abkühlung der Konjunktur in den USA hindeuten, sagten Analysten. Trotzdem warnte die Notenbank vor einer Inflationsgefahr. Dies habe die Marktstimmung getrübt, sagten Händler. Die anfängliche Rally habe nach dem Zinsenscheid an Fahrt verloren, hieß es.

Technologie-Aktien hatten zunächst die Gewinne angeführt, nachdem Analog Devices starke Quartalszahlen vorgelegt hatte. Die Titel schossen 13,96 % in die Höhe. Auch die Aktien von Sycamore Networks stiegen nach der Veröffentlichung solider Quartalszahlen an. Die Titel legten 6,21 % zu. Microsoft gewannen rund 1,82 %. Dagegen gaben Dell 2,42 % nach.

Daimler-Chrysler im US-Markt unter Druck

Auch im zinssensitiven Finanzsektor kam es zu Verlusten. J.P. Morgan büßten 3,17 % ein auf 15-5/8 $. Citigroup verloren 1,1 %. Die Aktien von Daimler-Crysler gaben um rund drei Prozent nach. Das Investementhaus Meryll Lynch hatte seine Gewinnprognose für das Unternehmen gesenkt.

Bei Umsätzen von insgesamt 1,048 Mrd. Aktien standen sich an der Nyse 1656 Gewinner 1192 Verlierer gegenüber. 467 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq überwogen bei Umsätzen von 1,671 Mrd. Aktien die Gewinner die Verlierer im Verhältnis 18 zu 6.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds bei Handelsschluss 24/32 höher und brachten eine Rendite von 5,77 %.

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