Reaktion auf zunehmende Gewalt an Bord
Swissair-Stewardessen sollen zurückschlagen

dpa ZÜRICH. Randalieren auf Swissair-Flügen kann gefährlich werden: Die Schweizer Fluggesellschaft lässt ihre Flugbegleiter zurückschlagen. "Wird ein Flight-Attendant von einem Passagier tätlich oder sexuell angegriffen, akzeptieren wir, wenn er oder sie zurückschlägt", sagte der Sicherheitschef der Swissair, Werner Schaub, der "Neuen Zürcher Zeitung".

Um das wachsende Problem randalierender Passagiere in den Griff zu bekommen, führt die Swissair vom 1. Januar an Plastikhandschellen an Bord mit. Damit können gewalttätige Passagiere bis zur Landung gefesselt werden. Die Swissair habe auch den Einsatz von Pfefferschaum in Erwägung gezogen, dann aber verworfen, sagte Schaub. Die Gefahr, damit auch unbeteiligte Passagiere zu treffen, sei zu groß.

Auf den Swissair-Maschinen werden immer öfter Passagiere rabiat: 1996 wurden 285 Zwischenfälle gemeldet, im vergangenen Jahr bereits 502 (plus 76 %). Die Passagierzahl stieg im gleichen Zeitraum um 55 % auf 14 Millionen.

Bei den meisten Zwischenfällen sei Alkohol im Spiel, sagte Stewardess Irmgard Leuenberger der Zeitung. Konflikte gebe es auch, wenn Passagiere auf Nichtraucherflügen zur Zigarette griffen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%