Reaktionen
Deutschland über Terror-Serie in USA entsetzt

Die Serie von Terroranschlägen in den USA hat Deutschland geschockt und die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz verlautete, es gebe keine Hinweise auf geplante terroristische Angriffe in Deutschland.

dpa BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder berief am Dienstag direkt nach den Anschlägen den Bundessicherheitsrat ein. Dieser Ausschuss des Bundeskabinetts für Sicherheits- und Verteidigungspolitik hatte am Nachmittag seine Beratungen begonnen. Der Kanzler wollte sich anschließend öffentlich äußern. Um 20.00 Uhr war ein Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden im Bundestag geplant. Der Bundestag brach am Nachmittag seine Haushaltsdebatte ab. Es wurde nicht damit gerechnet, dass die Sitzung in dieser Woche erneut aufgenommen wird. Am Reichstag wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt.

In ganz Deutschland wurden die Sicherheitsvorkehrungen für Einrichtungen der USA und Israels sowie auf den Flughäfen verschärft. Vor der US-Botschaft in Berlin zogen starke Polizeikräfte auf. Beim Außenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet. Bei der Bundeswehr wurden zunächst keine Sondermaßnahmen ergriffen. «Die Bedrohungslage ist nicht so, dass wir dies tun müssten», hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

Bundespräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer reagierten entsetzt auf die Anschlagsserie, die wahrscheinlich Tausende Menschen das Leben kostete.

Rau schrieb in einem in Berlin veröffentlichten Brief an US- Präsident George W. Bush: "Was in New York und Washington geschehen ist, ist unfassbar. Ich spreche Ihnen, den Hinterbliebenen der Opfer und dem ganzen amerikanischen Volk mein tief empfundenes Beileid aus." Schröder teilte Bush in einem Brief mit: "Das deutsche Volk steht in dieser schweren Stunde an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika." Schröder drückte Bush und dem amerikanischen Volk sein tief empfundenes Beileid und seine uneingeschränkte Solidarität aus.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel äußerte sich fassungslos und versicherte die Solidarität mit der amerikanischen Bevölkerung. FDP - Fraktionschef Wolfgang Gerhardt erklärte, an diesem Tag spürten freiheitliche Gesellschaften, welchen Bedrohungen sie ausgesetzt seien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%