Archiv
Reaktionen zum Rücktritt von Rudi Völler

Reiner Calmund (Ex-Manager Bayer Leverkusen): «Rudi war ein Glücksfall für den DFB, es tut mir Leid für ihn. Trotz der Defizite, die hier aufgetreten sind, war er der richtige Mann. Wenn ich ihm einen Rat hätte geben sollen, hätte ich ihm gesagt: Bleib'»

Reiner Calmund (Ex-Manager Bayer Leverkusen): «Rudi war ein Glücksfall für den DFB, es tut mir Leid für ihn. Trotz der Defizite, die hier aufgetreten sind, war er der richtige Mann. Wenn ich ihm einen Rat hätte geben sollen, hätte ich ihm gesagt: Bleib'»

Werner Hackmann (DFL-Präsident): «Ich bedauere diesen Schritt sehr, halte ihn für falsch und hätte mir gewünscht, dass es dem DFB - Präsidenten gelungen wäre, ihn umzustimmen. Rudi Völler war eine Identifikationsfigur für den deutschen Fußball. Ihn zu ersetzen, wird sehr schwer.»

Thomas Helmer (Ex-Nationalspieler): «Rudi Völlers Rücktritt war schon überraschend. Ich glaube, der neue Mann wird es nicht leichter haben, weil er keine größere Auswahl an Spielern hat. Ottmar Hitzfeld würde es sicherlich gut machen, aber es ist nicht wirklich eine Perspektive für 2006 da.»

Klaus Allofs (Manager Werder Bremen): «Das war für mich sehr überraschend. Ich finde es schade, denn für mich war er der richtige Mann. Egal, wer der Nachfolger wird, er hat eine schwierige Aufgabe, denn Rudi hatte großen Kredit und genoss viel Sympathie. Ich glaube nicht, dass große taktische Fehler gemacht worden sind.»

Peter Pander (Manager VfL Wolfsburg): «Das ist sehr schade, denn er ist ein absoluter Sympathieträger. An ihm lag es sicher nicht. Die von ihm genannten Gründe sind aber nachvollziehbar.»

Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer Leverkusen): «Es ist Rudi Völlers eigene Entscheidung. Und die habe ich nicht zu kommentieren. Ich bedauere es sehr, dass es dem Präsidenten nicht gelungen ist, ihn zum Weitermachen zu bewegen. Rudi Völler ist für den DFB und jeden Verein ein Glücksfall. Er wäre der richtige Mann gewesen, für die WM 2006 junge, ehrgeizige Spieler in das Team einzubauen. Mein Wunschkandidat für seine Nachfolge wäre Rudi Völler. Aber das hat sich ja wohl jetzt erledigt.»

Thomas Berthold (Weltmeister von 1990, Manager Fortuna Düsseldorf): «Rudis Schritt ist absolut nachvollziehbar. Er hat sich immer als Schutzschild vor die Mannschaft gestellt. Aber es kam einfach zu wenig zurück. Beim DFB muss jetzt einiges passieren. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dort aufgestellt sind. Wir rennen doch seit zehn Jahren der Musik hinterher. Wir brauchen jetzt ein Konzept, wie es besser werden soll und Spieler, die in zwei Jahren bei der WM wettbewerbsfähig sind.»

Olaf Thon (Weltmeister von 1990): «Man hat in den letzten Tagen gemerkt, dass Rudi Völler seinen Verbleib vom Abschneiden abhängig machen wird. Aber ich sage okay, wenn er jetzt Platz macht für einen neuen Trainer Ottmar Hitzfeld. Doch Rudi Völler sollte an Hitzfelds Seite bleiben. Er kennt alles beim DFB, er weiß, wie alles abläuft. Mit seiner Reputation sollte er dem DFB als Bindeglied zum Nationalteam erhalten bleiben und nicht zu Bayer Leverkusen gehen.»

Klaus Toppmöller (Trainer Hamburger SV): «Ich kenne Rudi seit vielen Jahren. Es war mir gestern Abend schon klar, dass er zurücktreten wird. Rudi ist ein ehrenwerter Mensch, für ihn war es sicherlich die logische Konsequenz. Aber es ist schade, Rudi ist ein Sympathieträger des deutschen Fußballs. Ich habe schon vor einigen Jahren gesagt, man soll die EM lediglich als Durchgangsstation für die WM 2006 im eigenen Land betrachten und dementsprechend die Mannschaft ausrichten. Da bin ich für verrückt erklärt worden. Die Chance, bis zur WM 2006 den Rückstand auf die führenden Nationen zu verringern, ist da. In der U-21-Mannschaft sind Riesentalente.»

Wolfgang Wolf (Trainer 1. FC Nürnberg): «Ich glaube, dass Rudi Völler nach dem Lettland-Spiel seinen Entschluss gefasst hat, wenn es gegen Tschechien nicht zum weiterkommen reicht, dass er dann zurücktritt. Ich habe seine Pressekonferenz mitbekommen. Da muss man ja den Hut davor ziehen, dass er das langfristig sieht, dass er nicht an seinem Stuhl klebt. Seit zwei, drei Jahren hat im deutschen Fußball ein Wandel stattgefunden, dass mehr die Jugendkonzepte gefördert werden. Ich denke, dass wir da auf gutem Weg sind. 2006 werden wir eine Mannschaft haben, die auf dem Weg nach oben ist.»

Gerd Niebaum (Präsident Borussia Dortmund): «Ich bin vom Rücktritt Rudi Völlers überrascht. Ich habe geglaubt, dass er weiter macht und mit Blick auf die WM 2006 eine Mannschaft aufbaut. Ich hätte es dem Rudi zugetraut, nach der EM für die Weltmeisterschaft anzugreifen. Er hätte es schaffen können, das 'Vize' bei der WM zu streichen. Und natürlich gibt es eine Chance, den Rückstand auf die Top-Nationen wettzumachen. Die jungen Spieler werden reifen.»

Erwin Staudt (Präsident VfB Stuttgart): «Unsere Eindrücke sind noch sehr frisch. Aber allen, die hier in Portugal dabei waren, ist klar, dass wir etwas anders machen müssen, um bei der WM 2006 erfolgreich zu sein. Wir brauchen eine junge, hungrige Mannschaft, mit der der Weg bis dahin konsequent gegangen wird. Der VfB ist ein gutes Beispiel dafür. Und wir brauchen auch einen Trainer, der Perspektive hat und über die WM 2006 hinausschaut.»

Rolf Dohmen (Sportdirektor Karlsruher SC): «Nicht Rudi Völler ist der Schuldige, sondern die Spieler sind es. Vielleicht fassen sich jetzt einige von denen mal an die eigene Nase und erkennen, dass sie nicht wirklich internationales Format haben. Hinsichtlich der WM 2006 ist mir aber dennoch nicht Bange, denn wir haben Riesentalente.»

Jörg Berger (Ex-Trainer Alemannia Aachen): «Rudi Völler ist mit anderen Erwartungen zur EM gefahren. Das Aus ist auch für ihn persönlich eine große Enttäuschung. Wir bekommen jetzt die Quittung für eine seit Jahren schlechte Ausbildung im Jugendbereich. Italien, Spanien, Deutschland - diese Ligen haben alle das gleiche Problem: Es sind Ligen der Ausländer. Es ist kein Wunder, dass diese Mannschaften ausgeschieden sind.»

Michael Groß (Schwimm-Olympiasieger): «Ich finde es sehr schade und auch nicht nötig. Zumal die Mannschaft gegen Tschechien in der zweiten Hälfte ja auch gut gespielt hat. Aber sie ist ausgeschieden, und das ist entscheidend. Und da ist Rudi Völler halt der Verantwortliche. Der Trainer ist wie immer im Fußball das schwächste Glied. Aber so einen Abgang hat er eigentlich nicht verdient.»

Klaus Wowereit (Berlins Regierender Bürgermeister): «Für mich ist die Trainer-Konsequenz richtig. Dieses Abschneiden ist der Zeitpunkt, um neu anzufangen, ohne die Leistungen von Rudi Völler schmälern zu wollen. Ich hoffe, der Deutsche Fußball-Bund nimmt mit seiner Politik Einfluss darauf, dass wir 2006 wieder eine WM-taugliche Mannschaft haben. Für die WM bei uns in Deutschland wird das Abschneiden unserer Mannschaft in Portugal keinen Einfluss haben.»

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%