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Real Madrid plant Neuanfang

Die „Königlichen“ sind in Aufregung: Die Herrschaft über den Fußball ist ihnen entglitten. In der Liga hinkt Real Madrid elf Punkte hinter dem Erzrivalen FC Barcelona her, in der Champions League erreichten die Spanier nur mit Hängen und Würgen das Achtelfinale.

dpa MADRID. Die "Königlichen" sind in Aufregung: Die Herrschaft über den Fußball ist ihnen entglitten. In der Liga hinkt Real Madrid elf Punkte hinter dem Erzrivalen FC Barcelona her, in der Champions League erreichten die Spanier nur mit Hängen und Würgen das Achtelfinale.

Die Darbietungen der "Galaktischen" um David Beckham, Ronaldo & Co sind alles andere als majestätisch - und schon gar nicht außerirdisch. Nun soll ein starker Mann her, der das Team umkrempelt und die Grundlagen für eine neue Ära mit neuen Titeln und Triumphen schafft. Die Verantwortlichen wissen auch, welcher "Supermann" den radikalen Neuanfang bewerkstelligen soll: Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson. Der Schwede ist der Favorit von Real-Präsident Florentino Pérez. Er soll, wenn es nach den Vorstellungen des Clubchefs geht, als "Generalmanager" eine neue Mannschaft zusammenstellen und den geknickten Real-Fans neue Hoffnung machen.

Die Madrilenen wissen, dass eine Verpflichtung Erikssons fast ein Ding der Unmöglichkeit ist. Immerhin hat der Schwede noch in diesem Jahr seinen Vertrag in England bis 2008 verlängert. Aber bei Real sagt man sich: Wenn der Clubchef sich etwas in den Kopf gesetzt hat, schafft er es auch. Nicht zuletzt hatte Pérez bisher fast jeden Star an Land gezogen, den er haben wollte - von Luis Figo über Zinedine Zidane und Ronaldo bis zu Beckham und Michael Owen.

Seit Reals blamabler 0:3-Niederlage vor knapp vier Wochen bei "Barça" gehen Spaniens Fußballexperten davon aus, dass die Ära der "Galaktischen" zu Ende geht. "Sportdirektor Emilio Butragueño ist einfach nicht der Supermanager, den Real jetzt braucht", schreibt das Sportblatt "As". "Der Vorgänger Jorge Valdano war es, aber er beging vor gut einem Jahr (mit der Verpflichtung des gescheiterten Trainers Carlos Queiroz) einen tragischen Irrtum."

Falls die Verpflichtung von Eriksson nicht klappt, hat Real auch andere Kandidaten auf der Wunschliste. Dazu gehören der Italiener Arrigo Sacchi, der brasilianische Weltmeister Luis Felipe Scolari oder der Spanier Víctor Fernández vom FC Porto.

Die Krise bei Real hat nach Informationen des Sportblatts "Marca" mittlerweile ein solches Ausmaß erreicht, dass auch der Stuhl von Trainer Mariano García Remón wackelt. "Real ist für den Coach eine Nummer zu groß", meint Spaniens meistgelesene Zeitung. "Der Clubchef macht sich heute noch Vorwürfe, dass er bei Queiroz mit der Entlassung zu lange gezögert hatte. Diesmal wird er nicht lange fackeln."

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