Reale Einkommensverbesserung angepeilt
IG BCE ohne Forderungsempfehlung für Tarifrunde

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) geht ohne konkrete Forderungsempfehlung in die Diskussion in den Betrieben für die Tarifrunde 2003. Der Hauptverstand der Gewerkschaft habe am Montagabend beschlossen, dass ein Abschluss für die 580 000 Beschäftigten der Chemieindustrie eine reale Einkommensverbesserung sicher stellen solle, teilte die IG BCE am Dienstag in Hannover mit.

Reuters HANNOVER. Dabei sollten die Tarifeinkommen und Ausbildungsvergütungen um einen Prozentsatz erhöht werden, der neben einem Ausgleich der Inflationsrate auch die Produktivitätsentwicklung der Branche berücksichtige. Mit der offenen Formulierung schafft sich die Gewerkschaft die Möglichkeit, bis zum Verhandlungsbeginn im Frühjahr konjunkturelle Entwicklungen bei ihrer Forderung zu berücksichtigen. Die Forderungsempfehlung ist Grundlage für die nun beginnende Diskussion in den rund 1700 Chemie-Betrieben. Die Debatten sollen im Januar und Februar 2003 in den regionalen Tarifkommissionen zusammengeführt werden. Sollten die Kommissionen der Empfehlung des Hauptvorstands folgen, werde die Tarifrunde 2003 zentral geführt, hieß es weiter.

Als Eckpunkte, an denen sich die Diskussion in den Betrieben orientieren soll, nannte der Hauptvorstand einen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsanstieg von 1,2 % beziehungsweise von drei Prozent bezogen auf die Chemiebranche. Die für 2003 erwartete Teuerungsrate bezifferte die IG BCE auf 1,6 %.

Im vergangenen April hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft für die 570 000 Beschäftigten der westdeutschen Chemieindustrie auf Tariferhöhungen um 3,3 % geeinigt. Einschließlich weiterer Komponenten ergab sich nach Darstellung der Gewerkschaft ein Gesamtvolumen des Tarifabschlusses von 3,6 %. Die Laufzeit der regionalen Tarifverträge ist traditionell unterschiedlich, sie enden zwischen Ende März und Ende Mai 2003.

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