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Realnetworks bietet erstmals Musik für Apples «ipod»

Hamburg/New York (dpa) - Die Musikstücke aus dem Online-Shop des Multimedia-Unternehmens Realnetworks sollen künftig auch auf den «ipod»-Playern von Apple abspielbar sein. Dies berichtete die «New York Times» in ihrer Onlineausgabe am Montag.

Hamburg/New York (dpa) - Die Musikstücke aus dem Online-Shop des Multimedia-Unternehmens Realnetworks sollen künftig auch auf den «ipod»-Playern von Apple abspielbar sein. Dies berichtete die «New York Times» in ihrer Onlineausgabe am Montag.

Apple selbst hat dazu bisher keine Einwilligung gegeben, schreibt die Zeitung. Mit Hilfe der Software «Harmony» sollen Realnetwork-Kunden für ihre online gekaufte Musik ohne Einschränkung neben Dutzende anderer Player auch Apples «ipod» nutzen können.

Bislang setzen die verschiedenen Internet-Musik-Anbieter in der Regel ganz unterschiedliche Verfahren und Softwarelösungen ein, um ihre Inhalte vor Raub und Missbrauch zu schützen. Zugleich regelt die DRM-Software (DRM, Digital Rights Management) zum Beispiel auch, wie oft ein Song kopiert oder abgespielt werden darf. Der jeweils eingesetzte Copyright-Schutz muss jedoch auch von dem Abspielgerät erkannt werden. Während etwa Microsoft sein eigenes Windows- Dateiformat bereits an eine Reihe von Musikanbietern und Gerätehersteller lizenziert hat, hielt Apple als Marktführer seine Technologie bislang geheim.

Bereits im April hatte Realnetworks-Chef Robert Glaser bei Apple - Chef Steve Jobs persönlich in einer E-Mail wegen einer Lizenz angefragt, jedoch bis heute keine Antwort erhalten, schreibt die Zeitung. Realnetworks wolle seine Software «Harmony» in einer vorläufigen Version (Beta) am kommenden Dienstag vorstellen. Realnetworks will mit «Harmony» keinerlei Urheberrechte von Apple verletzt haben. Das Unternehmen habe vermutlich ein in der Softwareindustrie übliches Verfahren zur Analyse von Software- Produkten genutzt, zitiert die Zeitung Josh Bernoff, Analyst der Marktforschung Forrester.

Eine Reaktion des Computerherstellers Apple blieb bislang aus. Das Unternehmen aus Cupertino war mit seinem ipod und dem Internet- Musikshop itunes in kurzer Zeit zum Marktführer aufgestiegen und hielt zuletzt in diesem Geschäftsbereich rund 70 Prozent Marktanteil. Frühere Angebote von Realnetworks, eine gemeinsame Front gegen den Herausforderer Microsoft zu bilden, hatte das Unternehmen selbstsicher abgelehnt. Real-Chef Glaser war selbst einmal Mitarbeiter bei Microsoft. Mit der Multimedia-Software Realplayer konkurriert Realnetworks direkt mit Microsofts Mediaplayer.

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