Rebellen beherrschen bereits drei große Städte
Friedensverhandlungen an der Elfenbeinküste abgebrochen

Rebellen im westafrikanischen Krisenstaat Elfenbeinküste haben am Montag sämtliche Friedensverhandlungen abgebrochen. Die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo habe angolanische Truppen zur Unterstützung im Kampf gegen die Aufrührer ins Land geholt, hieß es als Begründung.

HB/dpa NAIROBI/ABIDJAN. Bis zum abend gab es dafür keine offizielle Bestätigung. "Wir verweigern uns weiteren Gesprächen bis die Angolaner wieder abziehen", sagte ein Sprecher der "Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste", Tuo Fozie, in der Rebellenhochburg Bouaké.

Die Aufrührer forderten nun den Rücktritt Gbagbos, bevor sie zu weiteren Verhandlungen bereit seien. Nach wiederholten gescheiterten Waffenstillstandsabkommen hatte sich der senegalesische Außenminister Cheikh Tidiane Gadio um eine Vermittlung zwischen Regierung und den Rebellen bemüht. Gadio hatte am Wochenende mit Anführern der hauptsächlich aus dem moslemischen Norden stammenden Rebellen in Bouaké über eine Waffenruhe verhandelt.

Am Montag meldeten Augenzeugen heftige Kämpfe rund um die Stadt Daloa. Die Aufrührer hatten die Ortschaft im Herzen der Kakaoanbauregion der Elfenbeinküste am Sonntag eingenommen. Seit Beginn ihres Aufstands am 19. September beherrschen sie nun drei große Städte, Boaké, Korhogo und Daloa, sowie den Großteil des Nordens des Landes.

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