Rebellen geben die ersten Waffen ab
Entwaffnung hat begonnen

Die albanischen Rebellen in Mazedonien haben am Montag nach eigenen Angaben damit begonnen, Waffen an die NATO-Truppen im Land abzugeben. "Wir haben damit begonnen, uns zu entwaffnen", sagte der Kommandeur der Nationalen Albanischen Befreiungsarmee (UCK) in Mazedonien Shpati in der Region Kumanovo, in der die NATO erste Sammelstellen eingerichtet hat.

Reuters SKOPJE. Etwa 4500 Nato-Soldaten werden in Mazedonien in den kommenden 30 Tagen 3300 Waffen von der UCK einsammeln. Die UCK hatte sechs Monate lang gegen die mazedonische Regierung gekämpft, bevor sie einem Waffenstillstand zustimmte.

Um die Zahl der Waffen, die die Rebellen der Nato aushändigen sollen, war zwischen der Regierung und dem Verteidigungsbündnis eine heftige Kontroverse entbrannt. Die mazedonische Regierung hält die Zahl 3300 für zu gering: Die Schätzungen innerhalb der Regierung rangieren von 8000 bis 80 000 Waffen. Die UCK selbst hatte indes von zwischen 2000 und 2500 Waffen gesprochen. Verschiedene Nato-Vertreter sehen die Waffenabgabe vor allem als einen symbolischen Akt, der den Friedenswillen der Rebellen demonstrieren soll. Der mazedonische Ministerpräsident Ljubco Georgievski hatte indes gesagt, sollte die Nato nicht mehr als rund 3000 Waffen einsammeln, dann sei der geplante Einsatz von 4500 Nato-Soldaten ein Fehlschlag.

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