Rebellen geht Munition aus
Militär: Abu-Sayyaf-Rebellen sind erschöpft

Die Militär-Offensive auf der Insel Jolo zeigt Wirkung, dennoch ist der Verbleib der letzten philippinischen Geisel weiterhin unklar.

dpa MANILA/JOLO. Zweieinhalb Wochen nach Beginn der Militäroffensive auf der philippinischen Insel Jolo setzen die Sicherheitskräfte nach eigener Aussage den Abu-Sayyaf-Rebellen immer stärker zu. Die Rebellen seien inzwischen erschöpft und hungrig, sagte am Mittwoch ein Polizeioffizier auf Jolo. Außerdem gehe ihnen nach fortwährenden Feuergefechten allmählich die Munition aus.

Den Angaben zufolge wurde der Drahtzieher der Entführung unter anderem von drei Mitgliedern der Göttinger Familie Wallert, Galib Andang alias Commander Robot, von einem Streifschuss am Kopf getroffen. Er sei gemeinsam mit dem zweiten Anführer der Kidnapper, Mujib Susukan, sowie etwa 100 weiteren Abu-Sayyaf-Mitgliedern in ein malariaverseuchtes Sumpfgebiet getrieben worden.

"Eine Reihe von ihnen mussten aus Mangel an Nahrungsmitteln Wurzeln essen und sind bereits daran gestorben", berichtete der Offizier. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir sie kriegen." Die Gruppe um Commander Robot hält noch immer drei Malaysier gefangen.

Die Entführer des Amerikaners Jeffrey Schilling um den Abu Sayyaf-Anführer Abu Sabaya seien derweil "kreuz und quer" vor der heranrückenden Armee durch den Dschungel geflohen. Unklar war unterdessen der Verbleib der letzten philippinischen Geisel. Der Tauchlehrer war an Ostern mit den Wallerts und 17 weiteren Geiseln von der malaysischen Taucherinsel Sipadan verschleppt worden.

Bei der Militäroffensive wurden nach Armeeangaben bislang 127 Extremisten getötet. Auf Regierungsseite wurde die Zahl der Todesopfer mit acht angegeben. Mehr als 80 000 Einwohner sind inzwischen vor den Gefechten geflohen und sind zu einem großen Teil in überfüllten Notquartieren untergekommen.

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