Rebellen: Gespräche zunächst nur über Waffenstillstand
Indische Regierung verhandelt mit Kaschmir-Rebellen

afp SRINAGAR. Am Donnerstag haben sich Anführer der größten moslemischen Rebellengruppe Hizbul Mujahideen und Vertreter der indischen Regierung zu ersten Verhandlungen getroffen. Der Verhandlungsführer der Gruppe, Riaz Rasool, sagte vor Beginn des Treffens der Nachrichtenagentur AFP, es gehe zunächst nur um die Modalitäten des Waffenstillstands. Es handle sich noch nicht um Friedensgespräche.

Kurz zuvor hatte ein Sprecher der Rebellenbewegungen der Regierung in Neu Delhi eine Frist bis Dienstag für die Aufnahme von Friedensverhandlungen gesetzt. Die indische Regierung habe «genügend Zeit gehabt, um unsere Forderung zu überdenken», sagte der Sprecher im pakistanischen Islamabad.

Andere Rebellengruppen hatten die Waffenruhe abgelehnt und bei Angriffen in Kaschmir in den vergangenen Tagen etwa hundert Menschen getötet. Am Donnerstag gingen indische Armee-Einheiten nach Militärangaben in einer Großoffensive gegen mutmaßliche Lager dieser Rebellengruppen vor.

Die Himalaya-Region Kaschmir ist seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft zwischen Indien und Pakistan umstritten. Die Nachbarstaaten führten bereits zwei ihrer drei Kriege um Kaschmir. Indien kontrolliert die südlichen zwei Drittel des überwiegend von Moslems bewohnten Gebiets; das restliche Drittel im Norden gehört zu Pakistan.

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