Rebellen sollen das Grenzgebiet zum Kosowo räumen
Djindjic droht mit Intervention gegen albanische Rebellen

Der designierte serbische Regierungschef Zoran Djindjic hat mit einer Intervention gegen albanische Rebellen im Grenzgebiet zum Kosovo gedroht.

dpa HAMBURG/BELGRAD/PRISTINA. "Wir geben der KFOR-Friedenstruppe im Kosovo noch maximal 20 Tage Zeit, die Lage im Grenzgebiet zu stabilisieren", sagte Djindjic dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Sollten sich jedoch Indizien für eine albanische Offensive ergeben, wird unsere Polizei sofort intervenieren." Am Freitag verurteilten beide Kammern des jugoslawischen Parlaments "albanischen Terrorismus".

In der Deklaration zur Lage im Kosovo und im Süden Serbiens werden von den Vereinten Nationen und der KFOR Schritte gegen die albanischen Rebellen verlangt. Sollten diese nicht umgehend die besetzten Gebiete in der Pufferzone zum Kosovo verlassen, werde der jugoslawische Staat "alle international erlaubte Mittel" zur Bekämpfung des Terrorismus einsetzen. Das Parlament begrüßt die Bemühungen der Regierung, die Krise auf friedlichem Weg zu lösen.

Verhandlungen sollen Krise entspannen

Unterdessen gab es Berichte über serbisch-albanische Verhandlungen und eine Entspannung in Teilen des Krisengebietes. Die albanischen UCPMB-Rebellen könnten in kurzer Zeit ihre Kontrollpunkte in der Pufferzone zum Kosovo räumen, hieß es. Die von der Führung der Kosovo-Albaner angestrebte Unabhängigkeit der Provinz würde deren Spaltung bedeuten, meinte Djindjic: "Der serbische Teil von Mitrovica und Nordkosovo würden nicht in einem solchen Staat bleiben." Djindjics demokratisches Parteienbündnis DOS hatte bei den serbischen Parlamentswahlen am 23. Dezember eine Zweidrittelmehrheit gewonnen.

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