Recht moderat quittierte die Presse in der Heimat die Nullnummer
Tifosi-Fans beschwören „Geist von Vigo"

Das Auftakt-Remis gegen Dänemark hat die iatlienischen Nationalmannschaft erst einmal zurück auf den Boden der Tasachen geholt. Während die Jungs aus dem kühlen Norden in der Hitze von Guimares kühlen Kopf bewahrten, wusch "Maestro" Trapattoni eben diesen nach der Partie seinen Stars.

HB GUIMARAES. Der Schuldige für Italiens dürftiges Unentschieden gegen Dänemark war schnell gefunden: Die brütende Nachmittagshitze von Guimaraes hatte dem Titelfavoriten beim 0:0 im ersten Gruppenspiel die Beine gelähmt. "Die 33 Grad dürfen keine Entschuldigung sein", betonte Stürmerstar Christian Vieri, um dann wie alle anderen doch die "schreckliche Hitze" als Grund für die Beinahe-Pleite zu beklagen. Sehr zum Amüsement der laufstarken Europameister von 1992, die mit 7000 Fans einen hoch verdienten Punkt feierten. Trainer Morten Olsen: "Wir Skandinavier aus dem kühlen Norden können offenbar besser bei Hitze spielen als die Südländer."

Die Italiener dagegen verlängern bei großer Hitze gerne mal die Siesta. Und so sah das auch aus. "Ein so schönes Dänemark hätte ich genauso wenig erwartet, wie ein so hässliches Italien", rieb sich der glanzlose Spielmacher Francesco Totti verwundert die Augen. Bei Trainer Giovanni Trapattoni steigerte sich die Verwunderung in blankes Entsetzen. "Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht auf dem Platz", gab der "Maestro" zu. Ob er seinen etablierten Stars Alessandro Del Piero, Mauro Camoranesi und Christian Zanetti den Stammplatz vielleicht zu bequem gemacht hatte?

Die drei gehörten jedenfalls zu den Schwächsten im verschlafenen Starensemble, das sich an seinem Dirigenten ein Beispiel hätte nehmen sollen. Trotz der Hitze stand Gentleman "Trap" im schwarzen Anzug vor seiner Bank und war dabei wild pfeifend und gestikulierend fast der aktivste Italiener auf dem Platz. In der Pause forderte er "Kampf und nochmal Kampf" und brachte danach mit Milans Mittelfeldmotor Gennaro Gattuso, Stefano Fiore und dem 21-jährigen EM-Debütanten Antonio Cassano im Sturm neuen Schwung. Die Wende blieb gegen spielfreudige Dänen um den überragenden Abwehrchef Martin Laursen aber aus.

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