Rechte am Namen "Liphatech" werden übernommen
Merck verkauft Rattengift-Geschäft

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft seine Rattengift-Sparte verkauft.

Reuters DARMSTADT. Merck habe das in der Tochtergesellschaft Liphatech integrierte weltweite Rodentizid-Geschäft, das im Wesentlichen aus der Produktion von Rattengift besteht, an das französische Unternehmen De Sangosse veräußert, teilte Merck am Montag mit.

Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. De Sangosse werde im Rahmen der Transaktion auch die weltweiten Rechte am Namen Liphatech übernehmen. Das französische Unternehmen ist den Angaben zufolge auf Produkte für Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung spezialisiert.

"Obwohl das Geschäft in sich gesund ist und attraktive Wachstumsperspektiven zeigt, passt es nicht wirklich zu unserer strategischen Ausrichtung", sagte Bernd Reckmann, Leiter der Sparte Life Science Products bei Merck.

Das Merck-Rodentizid-Geschäft hatte im Jahr 2001 einen Umsatz von 23 Millionen Euro erzielt und verfügt über Produktionsstätten in Frankreich, den USA sowie Argentinien. Der Weltmarkt für Rodentizide belief sich den Angaben zufolge im Jahr 2000 auf rund 240 Millionen Euro. Der Marktanteil von Liphatech liege bei rund zehn Prozent.

Merck hatte nach zuletzt deutlichen Ertragseinbußen mit seinem Diabetes-Medikament Glucophage ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, das Umstrukturierungen sowie Investitions- und Personaleinsparungen vorsieht.

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