Rechte-Kauf von Zealand Pharma
Aventis vertreibt neues Diabetes-Produkt

Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis hat die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für ein neues Diabetes-Produkt von dem dänischen Unternehmen Zealand Pharma erworben.

Reuters PARIS. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung erhalte Zealand Pharma zunächst zehn Millionen Dollar, teilte Aventis am Mittwoch mit. Insgesamt könnten sich die Zahlungen auf 100 Millionen Dollar belaufen. Sollte das Produkt ZP10, das zurzeit frühe Phasen klinischer Studien durchläuft, für den Markt zugelassen werden, erhielte Zealand Pharma entsprechende Tantiemen. Gegenwärtig sei ZP10 eines der vielversprechendsten Diabetes-Mittel in der Entwicklung, erklärte Frank Douglas, der bei Aventis für Arzneimittelinnovation und-Zulassung zuständig ist.

Für die Weiterentwicklung, Zulassungen, Herstellung Vermarktung und Verkauf von ZP10 wird nach Konzernangaben Aventis zuständig sein. Sollte die Entwicklung des Mittels erfolgreich sein, würde es die Diabetessparte von Aventis stärken. Mit den Produkten Amaryl und Insuman hat Aventis zwei Mittel auf dem Markt, die im vergangenen Jahr weltweit 578 Millionen Euro und 172 Millionen Euro umsetzten. Aventis entwickelt zurzeit das Diabetes-Mittel Lantus. Nach früheren Angaben rechnet das Unternehmen damit, mit Lantus bald Blockbuster-Status zu erreichen. Als Blockbuster gelten Medikamente, mit denen Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Dollar erzielt werden.

ZP10 zählt zu einer neuen Art von Medikamenten, die die Glucose-Stimulation für die Ausschüttung von Insulin nachahmen. Das Produkt soll bei Patienten eingesetzt werden, deren Insulinausschüttung eingeschränkt ist. Dies ist etwa bei Altersdiabetes der Fall. Diabetes tritt auf, wenn der Körper durch einen Mangel an dem Hormon Insulin Zucker nicht richtig verarbeiten kann.

Aventis-Aktien legten an einer freundlichen Pariser Börse um 0,70 Prozent zu auf 50,90 Euro und damit stärker als der Gesamtmarkt.

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