Rechtliche Schritte werden eingeleitet
Wahlbetrug bei Vivendi-Hauptversammlung

Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal will am Montag rechtliche Schritte wegen vermuteten Wahlbetrugs bei der jüngsten Jahreshauptversammlung einleiten.

Reuters PARIS. Der Konzern teilte am Sonntag mit, das Board werde ebenfalls am Montag zusammenkommen, um einen Termin für eine neue Hauptversammlung Anfang Juni in Paris anzusetzen. Damit werde den Aktionären Gelegenheit gegeben werden, erneut über die Punkte abzustimmen, die ihnen auf der beanstandeten Hauptversammlung am 24. April vorgelegt worden waren.

Nach Angaben des Konzerns lassen Probleme beim elektronischen Wahlsystem darauf schließen, dass bei den Abstimmungen in betrügerischer Absicht manipuliert wurde. Der Konzern sei vor allem wegen der ungewöhnlich hohen Stimmenthaltungsrate von 20 Prozent misstrauisch geworden.

Dem Abstimmungsergebnis zufolge hatten die Aktionäre dem Unternehmenschef Jean-Marie Messier ihre Zustimmung zu einem Aktien-Options-Plan verweigert, der nach den Worten Messiers hoch qualifizierte Manager im Unternehmen halten sollte. Anteilseigener, deren Investitionen im Zuge der Expansion des Konzerns nach Hollywood in den vergangenen zwei Jahren rund 70 Prozent an Wert verloren hatten, kritisierten auf der Versammlung die Strategie des Unternehmens und forderten den Rücktritt Messiers.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%