Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung geplant
Bundesregierung: Betriebliche Vorsorge soll stärkere Rolle spielen

Hamburg (ADX). Bei der Neuregelung der Rentenversicherung sollte nach Ansicht der Bundesregierung die betrieblichen Altersversorgung eine besondere Rolle spielen. Wie der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium Klaus Achenbach am Mittwoch in Hamburg sagte, sei dazu ein Rechtsanspruch aller Arbeitnehmer auf Gehaltsumwandlung geplant.

Dieser Anspruch von bis zu vier Prozent des Bruttoverdienstes, die im Jahr 2008 erreicht werden sollen, biete die Möglichkeit, über Initiativen von Firmen die Basis der betrieblichen Altersversorgung zu verbreitern. Das gelte insbesondere für kleinere Betriebe, die bisher noch nicht über eine betriebliche Altersversorgung verfügten. Dazu könnten auch tarifliche Regelungen getroffen werden, betonte Achenbach auf einem Rentenforum der Versicherungsgesellschaft Volksfürsorge.

Der Vorstandsvorsitzende der Volksfürsorge, Joachim Lemppenau, appellierte an die Bundespolitik, bei dem Wechsel zur kapitalbildenden Rentenversicherung "großzügige Übergangsregelungen" für bestehende Altverträge von kapitalgedeckten Lebensversicherungen zu treffen. Auch die "klassischen Angebote" der Versicherungswirtschaft seien völlig geeignet für die zusätzliche Altersversorgung. "Der Bürger ist nicht unmündig, er kann mit seinem Geld sehr viel besser umgehen, als viele denken", betonte Lemppenau. Dem Bundesarbeitsminister gebühre Respekt für seinen "außerordentlichen Mut", mit der kapitalgedeckten Versicherung zu beginnen.

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