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Rechtschreibreform: Weiss gegen VolksabstimmungDPA-Datum: 2004-07-21 16:41:34

Berlin (dpa) - Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) hat eine Volksabstimmung über die Rechtschreibreform als «populistische Forderung» abgelehnt. «Es gibt Fragestellungen, und dazu gehört die Rechtschreibreform, die nicht für Volksentscheide taugen», sagte Weiss der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» angesichts der Forderung von FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper. Für eine mögliche Überarbeitung der Reform sei allein die Kultusministerkonferenz der Länder zuständig. Auch die Ministerpräsidenten könnten dabei lediglich Hinweise geben.

Berlin (dpa) - Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) hat eine Volksabstimmung über die Rechtschreibreform als «populistische Forderung» abgelehnt. «Es gibt Fragestellungen, und dazu gehört die Rechtschreibreform, die nicht für Volksentscheide taugen», sagte Weiss der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» angesichts der Forderung von FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper. Für eine mögliche Überarbeitung der Reform sei allein die Kultusministerkonferenz der Länder zuständig. Auch die Ministerpräsidenten könnten dabei lediglich Hinweise geben.

Zugleich erneuerte Weiss ihre Kritik an der Rechtschreibreform. Bis zum Ablauf der Übergangsfrist am 31. Juli 2005 sei noch Gelegenheit zum Überdenken der neuen Regeln. «Ich sehe die Chance, Zweifelsfälle zu klären.»

Einer repräsentativen emnid-Umfrage im Auftrag der TV-Zeitschrift «Bildwoche» zufolge halten sechs Jahre nach der Einführung mehr als Dreiviertel (77 Prozent) der Deutschen die Reform für nicht sinnvoll. Vor allem ältere Menschen lehnen demnach die neuen Schreibregeln ab. Bei den 30- bis 40-Jährigen waren es 81 Prozent, bei den bis zu 59-Jährigen 83 Prozent.

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