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Rechtschreibung: Wulff ist zornig

Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff hat die Kultusministerkonferenz (KMK) scharf kritisiert und eine Kündigung des Staatsvertrags in Aussicht gestellt.

dpa HAMBURG/HANNOVER. Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff hat die Kultusministerkonferenz (KMK) scharf kritisiert und eine Kündigung des Staatsvertrags in Aussicht gestellt.

"Ich bin fassungslos, in welcher Art und Weise die KMK jeden Versuch bekämpft, zu einer Korrektur der missratenen Rechtschreibreform zu kommen", sagte Wulff der "Bild am Sonntag". Dieses Verhalten sei an Borniertheit und Abgehobenheit nicht mehr zu überbieten.

Die Überlegungen zur Kündigung des Staatsvertrages mit der KMK seien aber unabhängig vom Ringen um die Rechtschreibreform - Gründe gebe es reichlich. Wulff: "Ich kann zum Beispiel nicht verstehen, warum die KMK ihren Mitarbeitern eine Luxus-Besoldung zuschustert. Die dramatische Finanzlage der Länder ist doch bekannt."

Wulff bekräftigte seine Forderung, die Rechtschreibreform maßgeblich zu korrigieren. Mit Blick auf das geplante Treffen der Ministerpräsidenten im Oktober sagte er: "Ich hoffe sehr, dass es zu klaren Vorgaben an die Kultusministerkonferenz kommt, einen erheblichen Teil der Neuregelungen über Bord zu werfen."

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