Rechtsstreit um Compaq-Fusion
Hewlett-Packard gegen Hewlett

Der Rechtsstreit zwischen dem US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) und dem Sohn des Firmengründers, Walter Hewlett, wegen der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Compaq geht in die nächste Runde.

Reuters SAN FRANCISCO. HP beantragte beim zuständigen Gericht in Delaware, Hewletts Klage gegen das Fusionsvorhaben zu verwerfen. "Selbst wenn sich die Vorwürfe Hewletts als richtig herausstellen sollten, was sie nicht sind, stellen sie keine Basis für die Klage gegen den Zusammenschluss dar", sagte eine Unternehmens-Sprecherin. HP sei daher weiter zuversichtlich, die Fusion bis Ende April oder Anfang Mai abzuschließen.

Hewlett hatte Ende vergangener Woche bei dem Gericht in Delaware beantragt, das Fusionsvorhaben für gescheitert zu erklären. Er wirft dem Konzern unter anderem vor, im Vorfeld der Hauptversammlung am 19. März insbesondere beim Aktionär Deutsche Asset Management auf unlautere Art und Weise um Stimmen für die Fusion geworben zu haben.

Hewlett befürchtet, durch die 20-Milliarden-Dollar-Fusion werde HP eine gewaltige Integrationsleistung erbringen müssen, die das Unternehmen im Wettbewerb zurückwerfe. HP-Chefin Carly Fiorina verspricht sich von dem Zusammenschluss dagegen ein "Technologiekraftwerk", das dem weltweiten Branchenprimus IBM die Stirn bieten könne.

Wegen des Rechtsstreits mit Hewlett hatte HP am Montag mitgeteilt, den Sohn des Firmengründers nicht wieder für den Verwaltungsrat des Konzerns nominieren zu wollen. HP - und Compaq-Aktien gaben am Dienstag in in New York mit dem Markttrend jeweils mehr als zwei Prozent ab.

Das Votum der HP-Aktionäre vom 19. März steht noch nicht fest. Nach HP-Angaben stimmten die Anteilseigner der größten Fusion zweier Computerkonzerne in der Branchengeschichte zu, doch das offizielle Ergebnis wird erst in einigen Wochen erwartet.

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