Rechtstipp
Banken müssen bei Kreditvergabe über Risiken aufklären

ddp/vwd BERLIN. Banken müssen ihre Kunden bei der Kreditvergabe über mögliche Risiken der mit dem Darlehen geplanten Investition aufklären. Hält das Kreditinstitut hingegen Informationen zurück, kann es seinem Kunden gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet sein. Dies gelte insbesondere dann, wenn die Bank von Umständen weiß, die den "Zweck des Kaufs" gefährden, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH: IX ZR 352/97).

Im vorliegenden Fall hatte ein Unternehmen ein Darlehen aufgenommen, um eine andere Gesellschaft zu übernehmen. Als Sicherheit sollten Geräte im Betriebsvermögen der Gesellschaft dienen. Diese waren jedoch bereits verkauft, was der Bank bekannt war, dem Käufer hingegen nicht. Da das Kreditinstitut seinen Kunden nicht über diesen Umstand aufklärte, entschied der BGH auf einen Teilerlass des Kredits.

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