Rede voller religiösem Pathos
Saddam erinnert an "Mutter aller Schlachten"

Mit einer stark religiös geprägten Rede an das Volk hat Iraks Präsident Saddam Hussein am Donnerstag an den Beginn der US-Angriffe auf den Irak vor elf Jahren erinnert. Die "Operation Wüstensturm" heißt im offiziellen irakischen Sprachgebrauch bis heute "Mutter aller Schlachten".

dpa BAGDAD/KAIRO. In der Nacht zum 17. Januar 1990 hatte die US-Luftwaffe im Zuge der Befreiung Kuwaits begonnen, Ziele im Irak zu bombardieren.

Die Iraker seien siegreich aus dem Golfkrieg der "Ungläubigen gegen die Helden Gottes" hervorgegangen, sagte Hussein in seiner live vom Fernsehen ausgestrahlten Rede. "Schon damals und auch später haben wir gesagt, dass Amerika mit den ersten Bomben auf Bagdad seinen Platz an der Spitze verlieren und nie wieder an die Spitze zurückkehren würde", fügte er hinzu. Damit spielte er nach Ansicht irakischer Beobachter auf die Terroranschläge vom 11. September an.

Am Mittwoch hatte Bagdad angekündigt, die irakische Führung werde einen neuen Vorschlag unterbreiten, um die Frage der kuwaitischen Verschwundenen und Kriegsgefangenen endgültig zu lösen. Gleichzeitig rief die Staatspresse dazu auf, in den innerarabischen Beziehungen eine neue Seite aufzuschlagen. An diesem Freitag wird der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, in Bagdad erwartet. Sein Besuch ist der erste dieser Art seit dem Golfkrieg, der damals zu einer politischen Spaltung der Organisation geführt hatte, von der sich die Liga bis heute nicht ganz erholt hat.

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