Rede vor Führungskräften
Siemens-Konzern mit pessimistischem Ausblick

Deutschlands größter Elektrokonzern Siemens sieht derzeit kein Ende des schwierigen Umfelds. "Das nächste Geschäftsjahr wird noch härter als das laufende", sagte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger nach Angaben der Mitarbeiterzeitschrift "SiemensWelt" auf einer Tagung von Führungskräften.

dpa/HB MÜNCHEN. Der Konzern sei mit einer schwächeren Nachfrage in vielen wichtigen Märkten konfrontiert. Die Weltwirtschaft stecke in einer tiefen und anhaltenden Rezession. "Es ist daher unser gemeinsames Interesse, nicht länger Geld mit Geschäften zu verlieren, die zu lange keine nennenswerte Rendite gebracht haben."

Angesichts der schwierigen Lage in vielen Geschäftsbereichen hat Siemens bisher den Abbau von nahezu 35 000 Arbeitsplätzen angekündigt. Mehr als die Hälfte davon wird in der Netzwerksparte ICN gestrichen. Konzern-Chef Heinrich von Pierer sagte vor den Führungskräften, Siemens müsse sich darauf einstellen, dass die schwache Nachfrage im Telekommunikationsgeschäft weiter anhalte. "Wir alle wissen, dass die Betreiber von Telekomnetzen wirtschaftlich angeschlagen und hoch verschuldet sind."

Vorstandsmitglied Klaus Wucherer sagte, die Weltkonjunktur dürfe nicht als Ausrede für das Verfehlen der mittelfristigen Ziele benutzt werden. "Auch in schwierigen Zeiten muss unser Anspruch erhalten bleiben. Die Konjunkturzyklen sind bekannt und somit beherrschbar." Für das Erreichen der Vorgaben, die in der "Operation 2003" den Bereichen gesetzt wurden, sei nochmals eine erhebliche Steigerung notwendig.

Pierer betonte, Siemens sei im Grundsatz richtig aufgestellt. Es sei richtig gewesen, gegen einen immensen Druck der Kapitalmärkte an einst schwächelnden Bereichen wie Energieerzeugung und Medizintechnik festzuhalten. Es sei für das Unternehmen ein Ansporn, zu sehen, wie diese Bereiche ihre Schwierigkeiten überwunden hätten.

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