Reduktion des Lateinamerika-Geschäftes
Italienische Großbank IntesaBci will restrukturieren

Die größte italienische Bank IntesaBci hat am Montag einen Restrukturierungsplan für die kommenden drei Jahre vorgelegt. Bis 2005 will die Bank unter anderem 1,2 Milliarden Euro vor allem in den Informatik- und Telekommunikationssektor und in neue Bankfilialen investieren, teilte der neue Vorstandschef Corrado Passera nach einer mit Spannung erwarteten Verwaltungsratssitzung mit.

HB/dpa ROM. Außerdem wolle sich die Großbank schon bald ganz aus dem Lateinamerika-Geschäft zurückziehen, hieß es.

Dadurch soll die Profitabilität im heimischen Bankgeschäft deutlich erhöht werden. Auf die gravierende Bilanz 2001, bei der die Bank einen Rückgang des Nettogewinns um 45 Prozent auf 928,2 Millionen Euro hinnehmen musste, hatten sich vor allem die extrem hohen Wertberichtigungen auf Engagements in Südamerika negativ ausgewirkt. "Der Restrukturierungsplan ist ein Wendepunkt und wird die Erwartungen nicht enttäuschen", sagte IntesaBci-Präsident Giovanni Bazoli.

IntesaBci musste unterdessen weitere kräftige Gewinnrückgänge verbuchen. So sank der Nettogewinn im ersten Halbjahr 2002 im Vorjahresvergleich um 91,8 Prozent von knapp 1,4 Milliarden Euro auf 114 Millionen Euro. Jetzt sollen unter anderem auch Immobilien- Beteiligungen im Wert von mindestens 24 Millionen Euro verkauft werden.

Eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant, "weil das Unternehmen die außergewöhnliche Fähigkeit besitzt, Kapital aus seinem Inneren aufzubringen", so Passera. Eventuell wolle die Bank auch ihre Beteiligung an der Commerzbank aufgeben. Dies sei bisher jedoch nur eine "mögliche Hypothese", teilte die Bank mit.

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