Reduzierte Ziele erfüllt - Ausblick gedämpft: Celanese 2001 mit Verlusten

Reduzierte Ziele erfüllt - Ausblick gedämpft
Celanese 2001 mit Verlusten

Der Chemiekonzern Celanese hat im vergangenen Jahr angesichts der anhaltenden Schwäche seiner Absatzmärkte sowie hoher Sonderaufwendungen und Abschreibungen Verluste verbucht.

Reuters KRONBERG. Die schwierigen Marktbedingungen würden auch 2002 zunächst noch weiter andauern und die Renditen belasten, teilte das im MDax gelistete Unternehmen, dass die Chemiegeschäfte des früheren Hoechst-Konzerns umfasst, am Donnerstag vor Börsenbeginn mit. Eine Dividende für die Aktionäre werde es für 2001 nun nicht geben, hieß es. Das Ergebnis (Ebitda) ohne Sonderaufwendungen ging 2001 nach den Angaben ebenfalls zurück, lag aber leicht oberhalb der zuletzt reduzierten Erwartungen des Konzerns. Beim Verlust je Aktie vor Sonderaufwendungen lag Celanese ebenfalls leicht über den eigenen Zielen.

Auch für die nächsten Monate geht Celanese nach eigenen Angaben zunächst von schwierigen Marktbedingungen aus. "Deshalb erwarten wir in der ersten Jahreshälfte 2002 eine unbefriedigende Rendite - ungefähr auf dem Niveau der zweiten Hälfte des letzten Jahres", erklärte Finanzchef Perry Premdas.

Für 2001 wies Celanese einen Verlust von 385 Mill. Euro aus, nach einem Gewinn von 58 Mill. Euro im Vorjahr. Beim Umsatz verzeichnete Celanese einen Rückgang von zwei Prozent auf 5,1 Mrd. Euro. Das Geschäft mit technischen Kunststoffen habe in der zweiten Jahreshälfte erheblich an Absatz eingebüßt, hieß es. Grund sei der Nachfragerückgang in der weltweiten Telekombranche und die gesunkene Produktion in der US-Autoindustrie. Eine niedrige Nachfrage nach chemischen Zwischenprodukten habe zudem zu einer geringen Kapazitätsauslastung geführt und die Gewinnmargen belastet. Ferner verbuchte Celanese nach eigenen Angaben für das vergangenen Jahr hohe Sonderaufwendungen von 530 Mill. Euro. Dazu zählten nach Celanese-Angaben die Schließung von acht Anlagen, der Abbau von 1600 Arbeitsplätzen und Effizienz steigernde Maßnahmen im Konzern.

Zudem hieß es zum vergangenen Jahr, die Celanese AG Muttergesellschaft habe in ihrem Einzelabschluss auch den Buchwert einiger Tochtergesellschaften verringert. Diese hätten die Gewinnrücklagen aufgezehrt, so dass für 2001 keine Dividende gezahlt werden könne. Aktienrückkäufe plane Celanese derzeit ebenfalls nicht, auch wenn sie künftig nicht auszuschließen seien.

Den weiteren Angaben zufolge erwirtschaftete Celanese 2001 ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ohne Sonderaufwendungen von 420 Mill. Euro. Damit lag das Unternehmen leicht oberhalb seiner im August reduzierten Zielmarke von 400 Mill. Euro. Mit einem Verlust je Aktie ohne Sonderaufwendungen von 23 Cent lag Celanese 2001 ebenfalls über den eigenen Zielen. Hier hatte das Kronberger Unternehmen zuletzt noch im Oktober einen höheren Verlust von 40 bis 60 Cent in Aussicht gestellt.

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