Reduzierung bereits im Markt eingepreist
Händler: US-Zinssenkung hilft deutschen Aktien nicht

Händler gehen nach der Bekanntgabe der US-Zinssenkung nicht von einer Verbesserung der Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt aus. "Eine Senkung um 25 Basispunkte war im Markt bereits eingepreist, und die Aussagen von (US-Notenbank-Chef) Greenspan sind auch nicht unbedingt positiv", sagte ein Händler am Mittwochabend. "Seine Äußerungen haben nichts an der Situation geändert."

Reuters FRANKFURT. Zwar hätten nach der Zinssenkung im nachbörslichen Handel mehr Kauforders für Aktien vorgelegen, aber er gehe nicht davon aus, dass sich das Szenario am deutschen Aktienmarkt wesentlich ändere. "Es kann sein, dass wir morgen früh vielleicht kurz steigende Kurse sehen, aber die grundsätzliche Tendenz bleibt wohl eher negativ."

Die US-Notenbank Fed hatte nach Frankfurter Börsenschluss mitgeteilt, angesichts des Risikos einer sich weiter abschwächenden US-Konjunktur die Leitzinsen zum sechsen Mal in diesem Jahr zu senken. Der entscheidende Zielsatz für Tagesgeld werde um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent zurückgenommen. Die US-Börsen waren nach Bekanntgabe des Entscheids in die Verlustzone gerutscht, nachdem sie zuvor fester tendiert hatten.

Paul Christopher, Volkswirt bei A.G. Edwards & Sons Inc. in St. Louis, sagte: "Dies war genau, was wir erwartet haben. Was wichtiger sein könnte ist, dass die Fed eine weitere Schwäche erwartet. Einige Leute im Markt haben die Aussage erwartet, dass es aufwärts geht. Es gibt aber noch keinen klaren Aufwärtstrend in der Wirtschaft."

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