Reform der Juristen-Ausbildung
Universitäten sollen Teil der Jura-Prüfungen übernehmen

In Zukunft sollen die Universitäten einen Teil des juristischen Examens abnehmen. Darauf einigten sich die Präsidenten der deutschen Landesjustizprüfamter. Bislang lag diese Aufgabe bei den jeweiligen Landesbehörden.

dpa/HB KONSTANZ. Bei der Juristenausbildung soll künftig ein Teil der Prüfungen den Universitäten übertragen werden. Bei einer Tagung der Präsidenten der deutschen Landesjustizprüfamter sei weitgehend Einigung darüber erzielt worden, dass 30 Prozent des juristischen Examens von den Hochschulen übernommen werden, sagte der Präsident des baden-württembergischen Landesjustizprüfungsamts, Hans Nicklas, am Dienstag in Konstanz. Bislang liegt diese Aufgabe allein bei den entsprechenden Landesbehörden.

Die Prüfungsamts-Präsidenten hatten seit Montag in Konstanz über die Verwirklichung der vor wenigen Wochen beschlossenen Reform der Juristenausbildung beraten. Ziel ist es unter anderem, Juristen besser auf die Praxis vorzubereiten und die Bedürfnisse der Anwaltschaft stärker zu berücksichtigen.

Im Zuge der Reform sollen auch bundesweit vergleichbare Prüfbedingungen und Benotungen geschaffen werden, sagte Nicklas. So werde die beispielsweise in den norddeutschen Bundesländern bisher verlangte juristische Hausarbeit voraussichtlich der Vergangenheit angehören. Angesichts der Informationsmöglichkeiten im Internet verliere diese schriftliche Arbeit ihren Wert.

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